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Ein wurfstarker und athletischer Rookie

Basketball-Bundesliga: Der erst 22-jährige Brayon Blake verstärkt die Löwen auf dem Flügel

Scharfschütze Brayon Blake ließ es für Idaho auch schon mal krachen. Foto: Spencer Farrin/oh

Von Christoph Matthies, 20. Juli 2018
Braunschweig. Mit Brayon Blake haben die Löwen-Basketballer ihren fünften Importspieler für die kommende Saison unter Vertrag genommen. Der 22-jährige US-Amerikaner, der von der University of Idaho an die Oker wechselt, soll bei den Löwen eine ganz wichtige Position übernehmen, die zuletzt etwas brach lag.

„Was die Punkte auf der Position Drei beziehungsweise auf der Stretch-Vier angeht, waren wir im vergangenen Jahr Schlusslicht in der Liga. Da erhoffe ich mir von ihm jetzt mehr und auch gute Wurfquoten“, stellt Löwen-Trainer Frank Menz klar. Blakes Vorgänger auf den Forward-Positionen – Jarekious Bradley war während der Saison durch Nemanja Jaramaz ersetzt worden – hatten die in sie gesetzten Erwartungen nicht voll erfüllen können.

Aus der College-Liga NCAA kann Blake jedenfalls gute Statistiken vorweisen. In seiner letzten Saison in Idaho gelangen ihm im Schnitt 17 Punkte und 9,6 Rebounds, in 31 Partien legte er zwölf Double-Doubles auf. Außerdem traf er ganz starke 45 Prozent seiner Dreipunktewürfe. Kein Wunder, dass die Cleveland Cavaliers auf den jungen Mann aus Seattle aufmerksam wurden. In sechs Summerleague-Begegnungen durfte er kürzlich für den NBA-Vizemeister vorspielen.

„Ihm scheint das Punkten leicht zu fallen. Sein Wurf kommt ganz natürlich, aus dem Spiel heraus. Das und seine Athletik waren ausschlaggebend“, begründet Menz die Verpflichtung. Der letzte Flügel-Neuzugang der Löwen, der direkt vom College kam, war 2015 Dyshawn Pierre. Der Kanadier spielte auf Anhieb eine Sahnesaison. Könnte Blake, mit seinen athletischen 2,01 Meter körperlich vergleichbar aufgestellt, ein ähnlicher Glücksgriff sein? „Man kann die beiden nicht vergleichen“, wiegelt Menz ab. „Dy-shawn hatte keinen guten Wurf, als er vom College kam. Den hat er erst bei uns entwickelt. Er war mehr der Wühler innen, Blake ist eher der Schütze von außen. Ein kühler Offensivspieler.“

Ob der Neue ähnlich einschlagen könne, hänge zudem von weiteren Faktoren ab, betont Menz: „Es ist bei den Rookies immer schwierig einzuschätzen, wie sie hier zurechtkommen und wie schnell sie sich in Europa adaptieren.“ Blake jedenfalls scheint sich auf den Stil in der Bundesliga zu freuen. „Ich erwarte von der BBL, dass in einem hohen Tempo und mit viel Physis gespielt wird“, zitiert die Pressemitteilung der Löwen den Jungprofi.

Nach der Besetzung der Small-Forward-Position ist bei den Braunschweiger Korbjägern noch ein Import-Spot offen. „Der letzte Spieler soll ein mobiler Big Man sein, der beide Positionen, also die Vier und die Fünf spielen kann“, skizziert Menz das Profil. „Tendenziell aber eher innen, weniger als Shooter von außen. Denn da haben wir mit Brayon Blake und Christian Sengfelder jetzt zwei Stretch-Vierer.“

Gut möglich, dass der noch fehlende Big Man erst im Laufe der im August beginnenden Saisonvorbereitung kommt. Geschäftsführer Sebastian Schmidt, der mit den bisherigen Sommertransfers sehr zufrieden ist, erklärt, dass sich die Löwen „für diese Verpflichtung so viel Zeit lassen, wie es nötig ist, um hier das letzte passende Puzzleteil zu finden.“

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