22. Juli 2021
Bildung

Eine besondere Schule

Die Grundschule Ilmenaustraße bekommt bauliche Unterstützung

Oberbürgermeister Ulrich Markurth (rechts) und Rektor Frank Ludwig begutachten den Baubeginn für den Mensa-Neubau an der Grundschule Ilmenaustraße. . Foto: Stefan Lohmann/regios24

Weststadt. Der Anfang ist gemacht: Oberbürgermeister Ulrich Markurth hat jetzt den ersten Spatenstich zum Bau einer Mensa zum offenen Ganztagsbetrieb für die Grundschule Ilmenaustraße gesetzt. Die Schule wird seit vergangenem Jahr zu diesem Zweck im Bestand umgebaut. Das Gesamtprojekt hat ein Kostenvolumen von rund 4,3 Millionen Euro.

„Braunschweig bietet gute Bildung. Das ist unser Anspruch und Teil unseres Versprechens an junge Familien, die sich in unserer Stadt niederlassen. Wir schaffen für unsere Kinder gute und zeitgemäße Bedingungen zum Lernen. Der Bau der neuen Mensa für den Ganztagsbetrieb der Grundschule Ilmenaustraße und der Umbau des Gebäudes im Sinne des besonderen Lernkonzepts der Schule sind ein weiterer wichtiger Baustein dafür“, sagt Markurth. Die eingeschossige, barrierefreie Mensa wird auf dem Grundstück im Nordwesten neben der Sporthalle errichtet. Auf dem Flachdach des Neubaus wird neben dem Lüftungsgerät auch eine Photovoltaikanlage platziert.

Die Mensa wird auf rund 400 Mahlzeiten in drei Schichten ausgelegt und mit einer mobilen Bühne ausgestattet. Sie wird damit auch als Veranstaltungsraum für bis zu 380 Personen nutzbar sein. Die Grundschule llmenaustraße arbeitet nach einem besonderen pädagogischen und organisatorischen Konzept mit sogenannten „Lernhäusern“: Ein Lernhaus besteht aus je einer Eingangsstufe (Klassen 1 und 2), einer Klasse 3 und einer Klasse 4. Damit bildet jeder Zug der Schule ein Lernhaus als pädagogische und organisatorische Einheit.
Jedes Lernhaus soll nach dem pädagogischen Konzept der Schule über folgende Raumressourcen verfügen: vier Allgemeine Unterrichtsräume (AUR), ein Gruppen- beziehungsweise Medienraum in der Größe eines AUR, ein weiterer kleiner Gruppenraum. Dem trägt der Umbau im Bestand Rechnung.

Das Schulgebäude bietet ideale Bedingungen, diese räumlichen Ressourcen für die Lernhaus-Arbeit durch kleinere innere Umwidmungen zu schaffen beziehungsweise für den Ganztagsbetrieb zu ergänzen, da sich auf jedem Flur genau fünf Räume in der Größe eines AUR und ein Gruppenraum befinden. Damit kann jeder Flur ein Lernhaus bilden. Die vorhandene Aula soll künftig sowohl als Musikraum als auch als Aktivbereich für den Ganztagsbetrieb genutzt werden.
Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Herbst 2022 vorgesehen.

Zahlen – Daten – Fakten

In mehreren Braunschweiger Schulen wird angebaut, umgebaut und saniert. Eine Auswahl: Während an der Ilmenaustraße der erste Spatenstich gesetzt wurde, konnte Oberbürgermeister Ulrich Markurth in der Nordstadt schon den Schlüssel an Schulleiterin Susanne Bertram übergeben.

Neben diesen beiden sind auch an zahlreichen anderen Grundschulen verschiedene Projekte im Bau oder schon fertig. Unter anderem wurde der Erweiterungsbau an der Grundschule Lamme jetzt eröffnet. Außerdem wurde das Bestandsgebäude der Schule umgebaut. Insgesamt hat das Projekt 5,3 Millionen Euro gekostet. „Ich freue mich, dass durch den neuen Erweiterungsbau der Ganztagsbetrieb an der Grundschule Lamme ermöglicht wird“, sagte Oberbürgermeister Ulrich Markurth bei der Eröffnung. Dies sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem flächendeckenden Ganztagsangebot an Braunschweiger Grundschulen.

Und auch an der Grundschule Comeniusstraße verbessert ein neuer Anbau die Raumsituation der Schule im Hinblick auf den Ganztagsbetrieb. Gleichzeitig wird in einem zweiten Bauabschnitt zurzeit das Hauptgebäude saniert und inklusiv hergerichtet. Die Gesamtkosten in Höhe von rund 7 Millionen Euro werden zu 90 Prozent im Rahmen des Kommunalinvestitionsprogramms „KIP 2“ vom Land getragen.

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