Eine dunkle, abgeschottete Welt

Braunschweiger Regisseur Philipp Leinemann stellt Polit-Thriller „Das Ende der Wahrheit“ vor

Ronald Zehrfeld und Antje Traue in „Das Ende der Wahrheit“. Ein hochaktueller Politthriller über Nachrichtendienste, Machtinteressen und modernes Söldnertum.. Fotos: Prokino Filmverleih

Innenstadt. Ein Geheimagent – eine kritische Journalistin – eine skrupellose Firma – ein verhängnisvoller Anschlag. Das sind die Zutaten für „Das Ende der Wahrheit“ den authentischen, facettenreichen und packenden Politthriller des Braunschweiger Regisseurs und Drehbuchautors Philipp Leinemann.

Bereits in seinem hochgelobten Debütfilm „Wir waren Könige“ aus dem Jahr 2014, in der er die Geschichte einer Spezialeinheit der Polizei (SEK) erzählt, setzte sich Leinemann mit Themen wie Intrigen, Korruption und Machtmissbrauch auseinander.

In „Das Ende der Wahrheit“, der gerade in den Kinos startete, geht es um die Machenschaften und Vorgehensweisen des BND im In- und Ausland. Hartes und hochkarätiges Genrekino aus Deutschland. „Ich bin natürlich mit dem amerikanischen Kino großgeworden und mochte schon früher Polizeithriller wie „Heat“ oder diese alten Jack-Ryan-Filme oder „Syriana“ – dass man einen Einblick bekommt in diese dunkle, abgeschottete Welt“, erzählte Leinemann kürzlich im Interview mit Deutschlandfunk Kultur, über seine Inspirationen.

Regisseur Philipp Leinemann.

Leinemann macht Filme und interessiert sich für Geschichten, die er auch gerne selbst gesehen und gelesen hat als Junge. Für „Das Ende der Wahrheit“ hat der 40-Jährige lange und intensiv über Geheimdienste und Verschwörungstheorien recherchiert. In einer Zeit in der die Aussagen von Whistleblower Edward Snowden und die Verhaftung von WikiLeaks-Gründer Julian Assange immer noch die Medien beherrschen, sind diese Themen aktueller denn je.

Es ist brisantes Material, das Philipp Leinemann da vorlegt und inszeniert. Der Braunschweiger entwirft in seinem empfehlenswerten Thriller ein realistisches Szenario, in dem ein westliches Land Gefahr läuft, sich mit Millionensummen am Terroraufbau zu beteiligen. Kein atemlos inszenierter Krawumm-Actioner mit einem unverwundbaren Haudraufhelden. Ganz im Gegenteil: Einmal mehr spielt sein Hauptdarsteller und Grimme-Preisträger Ronald Zehrfeld einen verletzlichen, zweifelnden Charakter. Und auch der Rest des Schauspielerensembles (Alexander Fehling, Claudia Michelsen, Axel Prahl, Antje Traue) liefert eine top Leistung ab.

Regisseur Leinemann stellt seinen Film zusammen mit den Darstellern Ronald Zehrfeld und Antje Traue am Montag (20. Mai) um 20.15 Uhr, im C1 Cinema persönlich vor. Nach der Vorstellung wird das Trio die Fragen der Kinobesucher im Saal beantworten.

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