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Eine großartige Oper, eine glückliche Intendantin

Premiere auf dem Burgplatz: Verdis Oper Nabucco wird noch bis zum 4. September fast täglich gespielt – Es gibt noch einige Restkarten

Nabucco: Der Chor spielt und singt eine der Hauptrollen. Foto: Bettina Stoess

Innenstadt. Was für ein Fest. Eine Oper mit allem, was dazugehört – großartige Sänger, fantastische Musik, Liebe, Tod und Tränen. Dazu ein begeistertes Publikum, das sich auch von einem Regenguss nicht beeindrucken ließ.

Verdis Nabucco hatte auf dem Burgplatz Premiere. Regisseur Klaus Christian Schreiber hat die Geschichte nah an Verdis Original inszeniert. In vorchristlicher Zeit, in Jerusalem und Babylon.

Sie beginnt mit einer modernen Szene, eine Ausgrabung im Wüstensand, dann dreht sich, geschickt gemacht, die Zeit weit zurück. Am Burglöwen vorbei steigen die Tempelstufen hinauf, antike Blöcke und sandfarbene Mauern geben ein stimmiges Bild.

Traumhaft: Premierenfeier im Rathausinnenhof. Foto: Nizar Fahem

Der Chor – gehört in dieser Oper eindeutig zu den Stars – ist halb blau, halb beige gekleidet und steht mal für die Hebräer, mal für die Babylonier.

Stehen ist hier wörtlich zu nehmen. Wenn es ein bisschen was zu meckern gibt an dieser umwerfenden Inszenierung, dann, dass zu viele Blöcke den Innenraum in der Arena im wahrsten Sinn des Wortes blockieren. Schöner wäre gewesen, wenn der Chor machtvoll ausschreiten könnte. Aber das war’s auch schon. Der „Rest“ ist großartig.

Die Intendantin (im blauen Mantel), ihr Nabucco-Team, ganz rechts Oberbürgermeister Ulrich Markurth und Julien Mounier vom Hauptsponsor BS/Energy. Foto: Veranstalter

Die Hauptrollen, allen voran Ivan Krutikov als Nabucco, Yulianna Bawarska als Abigaille, Jisang Ryu als Hebräerpriester Zaccaria, Kwonsoo Jeon als Ismaele und Dorothea Spilger überzeugen komplett, wobei Yulianna Bawarska einfach nochmal eine Klasse für sich ist. Srba Dinic und sein Orchester lassen Verdis Frühwerk so elegant und fein klingen, dass einem schon bei den ersten Tönen ganz warm ums Herz wird.
Dazu passte dann auch die „neue“ Premierenfeierlocation im Rathausinnenhof, der traumhaft illuminiert war. Intendantin Dagmar Schlingmann war restlos begeistert von „ihrem“ Premierenabend

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