6. November 2021
Sport

Eine Reise in die jüngere Vergangenheit

3. Liga: Eintracht am Montag in Würzburg – Trainer Schiele und Co-Trainer Lust waren dort erfolgreich – Wiedersehen mit Marvin Pourié

Ein starkes Team: Co-Trainer Matthias Lust (l.) und Eintracht-Trainer Michael Schiele. Foto: Sebastian Priebe/regios24

Braunschweig (red). Für Michael Schiele wird das Auswärtsspiel bei den Würzburger Kickers (Montag, 19 Uhr) ein Wiedersehen mit alten Bekannten.

Eintracht Braunschweigs Cheftrainer stieg mit dem Team vom Dallenberg im Sommer 2020 in die 2. Bundesliga auf, musste seinerzeit nach drei Jahren kontinuierlicher und guter Arbeit aber schon nach wenigen Partien seinen Posten räumen. Der damalige Kickers-Berater Felix Magath soll den 43-Jährigen nicht so sehr geschätzt haben. Glück für die Löwen, bei denen Schiele nach einem kurzen Intermezzo beim SV Sandhausen in diesem Sommer landete.

Doch er ist nicht der einzige Protagonist, für den das kommende Duell eine Reise in die eigene Vergangenheit ist. Sein Co-Trainer Matthias Lust war zur gleichen Zeit in Würzburg tätig. Und die beiden Fußball-Coaches aus Süddeutschland funken auch an der Oker noch auf einer Wellenlänge. „Wir diskutieren gern und viel, er respektiert meine Meinungen, aber ich weiß, dass er als Chef das letzte Wort hat“, sagt Lust über seinen Vorgesetzten.

Jannis Nikolaou, Braunschweigs besonnener Mittelfeld-Chef, trug ebenfalls mal das Würzburger Trikot. „Ich denke, das wird ein kampfbetontes Spiel. Die Würzburger stehen unten drin, für sie geht es um jeden Zähler. Wir müssen da anders auftreten als zuletzt gegen Wiesbaden (1:2), konzentrierter und dürfen nicht so viele Fehler machen“, analysiert der 28-Jährige. Und bei den Kickers steht der ehemalige Braunschweiger Leihspieler Marvin Pourié unter Vertrag, der 2020 mithalf, die Rückkehr ins Bundesliga-Unterhaus zu schaffen, nun treffen sich beide Teams als Absteiger eine Liga tiefer wieder. „Braunschweig macht es gut, aber etwas anderes hätte ich von einem Zweitliga-Absteiger, der immer noch enorme Qualität im Kader hat, auch nicht erwartet“, erläutert Pourié, der aber gleich eine Kampfansage hinterherschickt. „Wir“, sagt er, „müssen uns derzeit vor niemandem verstecken.“

Zuvor waren die Mainfranken denkbar schlecht in die Saison gestartet. Unter dem neuen Trainer Thorsten Ziegner gab es in elf Ligaspielen nur einen Sieg, weshalb der Ex-Profi im Oktober seinen Hut nehmen musste. Danny Schwarz, der lange für den Karlsruher SC und 1860 München auflief und bis zuletzt in verschiedenen Positionen als Trainer im Nachwuchs des FC Bayern tätig war, hauchte der Mannschaft neues Leben ein. Unter dem 46-Jährigen gab es noch keine Niederlage und zuletzt zwei Siege. Dennoch stehen die Würzburger noch in der Abstiegszone. „Wir sind daran schuld, dass die Situation so war, wie sie war. Aber jetzt ist der Trend positiv. Wir sind seit drei Spielen unbesiegt“, sagt Pourié. Insofern tut die Eintracht gut daran, den nächsten Gegner nicht zu unterschätzen.

Nach der Niederlage gegen den SV Wehen Wiesbaden sind die Sinne bei Schieles Team wieder geschärft. Zudem gab es unter der Woche eine weitere positive Nachricht. Jomaine Consbruch wurde von U20-Nationaltrainer Christian Wörns auf Abruf für das kommende Länderspielfenster nominiert. Eintracht Braunschweigs. Mittelfeldspieler überzeugte zuletzt in neun Spielen mit starken Auftritten und einem Tor. Gut möglich, dass der Youngster gegen die Kickers wieder mitmischen kann.

Verlosung: 
Für das nächste Heimspiel der Eintracht am 20. November gegen Türkgücü München verlosen wir 1×2 Eintrittskarten. Einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Eintracht“ an gewinnspiel@nb-online.de senden. Bitte Name, Adresse und Telefonnummer angeben. Einsendeschluss ist Dienstag, der 9. November, um 12 Uhr.

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