Eine zweite Chance für den Flirt

Über Spotted38 können Verliebte anonym Botschaften an Objekt der Begierde senden.

Objektleiter Falk-Martin Drescher ist für das Portal Spotted38 verantwortlich. Foto: Pause

Von André Pause, 11.07.2015.

Braunschweig. „Hey Sommersprosse, wir haben letzten Samstag in einer Runde bei der Party im Arminia Haus gequatscht. Bist cool. Meld‘ Dich mal“ – so oder ähnlich lauten Botschaften, die Verliebte oder Leute, denen soeben der Kopf verdreht wurde, über das neue Portal Spotted38 in die digitale Welt hinaus senden können. Das Ziel: Das Objekt der Begierde oder eine vermittelnde Person lesen die Nachricht, fühlen sich angesprochen und melden sich beim Versender dergleichen. Auf diese Weise soll dem verloren geglaubten Flirt im Nachgang noch eine zweite Chance eingeräumt werden.

Seit etwa anderthalb Jahren gibt es den Spotted-Trend und mit ihm zahlreiche Kontaktportale, meist initiiert von privaten Akteuren für eine Universität oder eine Stadt. „Wir fanden das Thema absolut sympathisch und bieten mit Spotted38 nun eine Plattform für die gesamte Region“, erzählt Falk-Martin Drescher zuständiger Objektleiter im BZV-Medienhaus. „Viele kennen doch die Situation: In der Stadt, im Bus oder auch im Club fällt einem jemand ins Auge. Blicke werden ausgetauscht, vielleicht ergibt sich ein kurzes Gespräch oder sogar ein heißer Flirt, aber die Nummern werden nicht ausgetauscht. Mit Spotted38 hat jeder die Möglichkeit die Angebetete oder den Angebeteten nach vertaner Chance noch zu erreichen.“
Der Service des Portals ist dabei für alle Nutzer absolut kostenfrei. Der Kontaktsuchende bleibt komplett anonym, eine Registrierungsfunktion gibt es nicht. Die über ein Formular auf www.spotted38.de direkt eingesendeten Suchmeldungen werden von der Redaktion gesichtet und veröffentlicht. „Dabei werden die Daten selbstverständlich vertraulich behandelt. Meldet sich der oder die Gesuchte dann via Facebook, Twitter oder E-Mail, bringen wir sie schließlich zusammen”, so Drescher, der beim Thema unerwünschte Verlinkung von Dritten auf die Integrität unter Freunden setzt.
Das „Spotten“ sieht der Objektleiter übrigens nicht zwangsläufig als Privileg junger Leute an. „Natürlich wird das Angebot eher von Menschen zwischen 18 und Mitte 30 genutzt, im Prinzip kann aber jeder ’spotten‘, der möchte.“ Möglichst eindämmen möchte er allerdings allgemeine Partnersuchen. Diese verwässerten den Grundgedanken des „Spottens“ für seinen Geschmack doch erheblich. „Dafür gibt es ja die Flirtportale. Und meine Freundin stelle ich schließlich auch nicht bei Flohmarkt38 ein“, lacht Drescher, der mit dem Start von Spotted38 vollauf zufrieden ist. „Es ist schön zu sehen, wie schnell das Interesse steigt – in beide Suchrichtungen.“
Für die kommenden Wochen sind bereits einige Aktionen rund um das Portal fest geplant. Aktuelle Informationen gibt es auf Facebook und www.spotted38.de .

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