Einkaufsstadt an der Spitze

Neues Ranking sieht BS unter den Top 20.

Die Stadt in Kennzahlen. Grafik: Comfort Research & Consulting GfK GeoMarketing GmbH.

Von Ingeborg Obi-Preuß, 29.04.2015.

Braunschweig. „Als Einkaufsstadt ist Braunschweig mit an der Spitze ihrer Klasse“, sagt Anika Pehle, Unternehmenskommunikation Comfort.

Die Comfort Management Services GmbH analysiert regelmäßig die 64 wichtigsten Städte in Deutschland im Hinblick auf die allgemeinen wirtschaftlichen Kennziffern und insbesondere für das spezifische Geschäft der Einzelhandels- und Handelsimmobilienbranche in den Innenstädten.
„Wir konzentrieren uns seit 1979 als unabhängiges Makler- und Beratungsunternehmen konsequent auf einzelhandelsgenutzte Immobilien in den Top 1A-Lagen aller deutschen Innenstädte“, erklärt die Sprecherin.

Und da kommt Braunschweig mal wieder ziemlich gut weg. „Unter den Top 20 liegt die Löwenstadt auf einem sehr guten neunten Platz“, sagt Pehle.
Ein Lob, das auch bei Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa gut ankommt.
„Braunschweig erhält immer wieder exzellente Kritiken als dynamischer Wirtschafts-, Forschungs- und Handelsstandort. Es ist sehr erfreulich, wenn bundesweit verbreitete Fachpublikationen anerkennen, dass unsere Stadt attraktiver geworden ist und wir die Konkurrenz mit anderen Städten gleicher Größe gut bestehen. Das ist für uns ein echter Imagegewinn, auf den viele in der Stadt mit Engagement, Ideen und Investitionsbereitschaft hingearbeitet haben“, freut sich Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa.“

Unter anderem stützt die jüngste Comfort-Analyse das Braunschweiger Zentrenkonzept. Es werden „periphere Ansiedlungspläne“ aufgeführt, „die für die Innenstadtentwicklung eher kontraproduktiv sind.“ Die Abkehr von diesen Planungen sei sehr zu begrüßen.

Zusammengefasst habe sich die Innenstadt „nach dem Dämpfer durch die Schloss-Arkaden, der bestimmte Lagen stärker getroffen hat als andere, in den vergangenen Jahren insgesamt positiv weiterentwickelt“, erklärt Unternehmenssprecherin Pehle. Die Ansiedlung des Textilgiganten Primark werde über den Hype der Anfangstage hinaus einen starken Impuls setzen und die Dynamik der Innenstadt in eine neue Richtung lenken. Und sie betont: Sämtliche Kraft sollte ausschließlich auf die Innenstadt gerichtet sein und eine noch konsequentere Beschränkung peripherer Ansiedlungsbemühungen sei wünschenswert.

Braunschweig habe sich als Einkaufsdestination einen guten Ruf erarbeitet und behauptet hinter Hannover mit großem Abstand die zweite Position innerhalb der niedersächsischen Einzelhandelsstandorte. „Die Stadt ist zunehmend bei Investoren auf der Suchliste, auch denjenigen, die sich mit Eröffnung der Schloss-Arkaden zunächst abwartend verhalten haben“, sagt Pehle, „sie sehen den Standort wieder mit gesteigertem Interesse.“ Transaktionshemmend wirke lediglich der hohe Anteil von Privateigentümern mit wenig Verkaufsbereitschaft. Andererseits seien die Investoren hinsichtlich der gesuchten Lage auf die Toplage konzentriert: In der Nachfrage nach Bestandsimmobilien überwiegen die Lagen Damm und Hutfiltern deutlich.

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