Eintracht: Antwerpen übernimmt

Sportdirektor Peter Vollmann verspricht sich vom Trainerwechsel schnelle Erfolge

Marco Antwerpen. Foto: Comes

Marco Antwerpen heißt der Nachfolger des am Sonntag entlassenen Eintracht-Trainers Christian Flüthmann. Der 48-Jährige ehemalige Münsteraner wurde am Montag vorgestellt und soll die Löwen am Samstag gegen den Chemnitzer FC (Anstoß 14 Uhr) zum dritten Heimsieg in der laufenden Spielzeit führen. „Nach Möglichkeit offensiv und mit wenigen Gegentoren“, möchte der 48-Jährige an der Hamburger Straße spielen lassen und nennt „Disziplin, Respekt und Akzeptanz“ als Basis, die er von seinen Spielern im Bezug auf die gemeinsame, hoffentlich erfolgreiche Zusammenarbeit einfordert.

„Unsere Aufgabe besteht darin, das Potenzial aus den Spielern herauszuholen, so dass wir wieder erfolgreich Fußball spielen“, so der ehemalige Profi bei seiner Vorstellung.
Für Sportdirektor Peter Vollmann war zuvor das Wochenende arbeitsintensiv gewesen. Gemeinsam mit Tobias Rau hatte er die Gespräche mit Antwerpen geführt und den Spielern die Personalentscheidung gemeinsam mit Geschäftsführer Wolfgang Benz am Montagmorgen mitgeteilt: „Trotz aller Sympathien und Menschlichkeit, die wir für Christian gehegt haben, hat uns der Blick auf die Situation dazu bewogen, diesen Schritt zu vollziehen. Er hat uns bis dato auf den Platz gebracht, auf dem wir jetzt sind, dafür bedanke ich mich bei ihm. Wir sind uns der Risiken dieser Veränderung bewusst, sehen so aber Chancen, dass wir wieder zurück in die Spur kommen.“ Mit dem neuen Coach verbindet ihn eine gemeinsame Vergangenheit. Sowohl bei Fortuna Köln, als auch bei Preußen Münster arbeitete Antwerpen als Spieler mit Vollmann zusammen.

Antwerpen trifft in Braunschweig mit Danilo Wiebe und Martin Kobylanski ebenfalls auf zwei seiner ehemaligen Akteure. „Es kann aber nie ein Nachteil sein, wenn man mit Spielern schon gut zusammengearbeitet hat“, so der ehemalige Stürmer über seine alten und neuen Schützlinge.

Antwerpens Vertrag bei Eintracht ist zunächst nur bis zum Saisonende befristet. „Marco hat sich das gewünscht, das kam uns entgegen, weil wir neben der sportlichen auch immer die wirtschaftliche Situation im Blick haben“, erläutert Vollmann. Sein früherer Co-Trainer Kurtulus Öztürk wird Antwerpen nicht mit nach Braunschweig folgen, stattdessen bleibt das bisherige Trainerteam größtenteils zusammen. Co-Trainer Markus Unger zählt nicht mehr dazu. „Es ist nichts persönlich gegen Markus, wir sind aber der Überzeugung dass ein Co-Trainer die Sache besser begleiten kann als zwei“, so Vollmann.

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