23. Januar 2021
Sport

Eintracht empfängt Spitzenreiter HSV

Meyer will Gegner "Sand ins Getriebe werfen" - Neuzugang Oumar Diakhité feiert Debüt

Gegen den HSV wird es sehr auf die Abwehr – hier der bislang starke Neuzugang Brian Behrendt – ankommen. Foto: imago

Braunschweig. Nach dem 0:0 gegen Würzburg in der Vorwoche steht für die Löwen eine englische Woche an. Heute schließt die Mannschaft von Daniel Meyer die Hinrunde im Eintracht-Stadion ab 13 Uhr gegen Tabellenführer Hamburger SV ab und empfängt am kommenden Dienstag um 20.30 Uhr den 1. FC Heidenheim. 

Nach der Auftaktniederlage zu Jahresbeginn gab es für die Blau-Gelben gegen Düsseldorf und Würzburg zuletzt zwei torlose Unentschieden, mit denen der Eintracht-Coach durchaus zufrieden ist: Wir zeigen eine Entwicklung und haben durch den Einbau von Brian Behrendt und eine andere Fokussierung eine andere Stabilität.“ Von der Reise nach Würzburg hätte der 41-Jährige zwar gerne drei Punkte mit in die Heimat gebracht, zeigte sich angesichts des ergatterten Zählers nach zwei Platzverweisen für Dominik Wydra (53.) und Manuel Schwenk aber zufrieden: Wir haben gezeigt, dass wir auch mit acht Feldspielern in der Lage sind, zu null zu verteidigen. Trotzdem waren wir mit der Leistung in der ersten Halbzeit nicht zufrieden und haben das in der Folge auch thematisiert.“ Insbesondere die übermotivierten“ Platzverweise, die eine bessere Ausgangsposition frühzeitig verhindert hatten, waren dem Chefcoach ein Dorn im Auge: Solche Platzverweise dürfen in so einem wichtigen Spiel nicht passieren. Solche Dinge passieren dir nicht, wenn du in so einem Moment klar im Kopf und stabil bist, und waren eine Fortsetzung von dem, was wir in der ersten Halbzeit gesehen haben. Beide Jungs waren sehr froh, dass die anderen das ausgebügelt haben.“

Umso wichtiger ist für Meyer, sich auch heute gegen die Hanseaten in der Defensive keine Blöße zu geben. Der HSV ist die torgefährlichste Mannschaft der Liga und sieht sich dort wo er momentan steht, nämlich auf Platz eins. Für uns wird es darum gehen, diese Angriffsmaschinerie einzudämmen, ihre Automatismen zu stören und Sand ins Getriebe zu werfen“, sieht er Schwerstarbeit auf seinen Defensivverbund zukommen, in dem Neuzugang Oumar Diakhité den gesperrten Wydra im Zentrum der Defensiv-Dreierkette positionsgenau ersetzen wird: Wir haben Oumar auch geholt, weil er den zentralen Part in der Dreierkette schon gespielt hat. Für uns war es wichtig, nicht alles durcheinanderzubringen. Nachdem die Integration von Brian Behrendt sehr gut funktioniert hat, können wir Oumar jetzt im nächsten Schritt einbauen. Es wird darum gehen ihm Spielpraxis und Sicherheit zu verschaffen.“
Neben den gesperrten Wydra und Schwenk fehlen die Langzeitverletzten Benjamin Kessel, Niko Kijewski und Felix Burmeister, auch der Einsatz von Danilo Wiebe ist zumindest gegen den HSV noch fraglich.
 

So könnten sie spielen : Fejzic – Nikolaou, Diakhité, Behrendt – Schlüter, Kammerbauer, Kroos, Kaufmann – Ben Balla – Proschwitz, Kobylanski (Abdullahi). 

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