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Eintracht holt Amundsen und bindet Engelhardt

Fußball: Reichel auf dem Weg zu Union Berlin – Abdullahi mit Wechselwunsch – Erste Trainingseinheit am Freitag auf dem B-Platz

Braunschweig. Kurz vor Trainingsauftakt kommt Bewegung in den neuen Eintracht-Kader. Zu Wochenbeginn verlängerte der Verein den Vertrag mit Keeper Marcel Engelhardt um zwei weitere Jahre, außerdem rücken die Nachwuchstorleute Yannick Bangsow und Roman Birjukov in den Drittligakader auf. „Wir kennen ihn lange genug und sehen in ihm das Potenzial zur Nummer eins, deshalb war es der nächste logische Schritt“, erklärt Marc Arnold zwei Tage vor Beginn der Vorbereitung, die nach dem morgigen Laktattest am Freitag (16 Uhr, B-Platz am Stadion) mit der ersten Trainingseinheit startet.
Zuvor hatte Kapitän Ken Reichel das Vertragsangebot der Braunschweiger abgelehnt und wird die Löwen nach elf Jahren verlassen. Zwar hatte es vom 31-Jährigen klare Aussagen gegeben, die auf einen Verbleib hindeuteten, letztlich lehnte er das Vertragsangebot der Blau-Gelben jedoch ab. „Henrik und ich haben mehrfach mit Ken und seinem Berater über Vertragsdetails gesprochen, letztlich hat er sich jedoch für einen anderen Weg entschieden“, erklärt der sportliche Leiter der Blau-Gelben. Den gebürtigen Westberliner zieht es voraussichtlich in den Ostteil seiner Heimatstadt zum 1. FC Union Berlin, wo er einen Zweijahresvertrag unterzeichnen soll.
Als Ersatz verpflichtete Eintracht den dänischen Linksverteidiger Malte Amundsen, der für ein Jahr vom norwegischen Erstligisten Rosenborg Trondheim ausgeliehen wird. Anschließend besitzt Eintracht für den 20-Jährigen Juniorennationalspieler eine Kaufoption. „Wir haben Malte verpflichtet, weil wir von seinem Potenzial überzeugt sind und er auch vom Typ her zu uns passt. Henrik hat mit ihm bereits in Dänemark zusammengearbeitet“, freut sich Arnold über die Verpflichtung des Dänen, dem er eine gewisse Anlaufzeit zugestehen will und auf dessen Position er einen harten Konkurrenzkampf erwartet. Dies könnte auf einen Verbleib von Niko Kijewski hindeuten, der seinen Vertrag noch nicht verlängert hat. „Wir sind noch immer in Gesprächen“, gibt sich der Manager bedeckt.
Bis zum ersten Aufgalopp dürften noch weitere neue Akteure zum Kader stoßen, genug Spieler für die Übungseinheiten stehen Pedersen in jedem Fall zur Verfügung. „ Akteure aus U23 und U19 werden die Chance bekommen, sich zu beweisen“, so Arnold.
Mit Ausnahme von Christoffer Nyman, der seine Leisten-OP noch nicht auskuriert hat, sind auch alle unter Vertrag stehenden „Hochkaräter“ beim Trainingsauftakt dabei, auch wenn ein Verbleib in der 3. Liga manchem unwahrscheinlich erscheint. Suleiman Abdullahi hat dem Verein bereits mitgeteilt nicht in der 3. Liga auflaufen zu wollen, ist wegen seines bis 2020 laufenden Kontraktes bei seinem Wechselwunsch aber auf das Wohlwollen der Eintracht-Verantwortlichen angewiesen. „Wir müssen sehen, was wir aus der Situation machen, die Transferrechte liegen in jedem Fall bei uns“, erklärt der 47-Jährige, dem für Nyman und Abdullahi keine Anfragen anderer Vereine vorliegen.
Neben Transfererlösen könnte Eintracht auch ein Weiterkommen im DFB-Pokal weitere Einnahmen bescheren, auch wenn der Erstrundengegner Hertha BSC eine hohe Hürde darstellt. „Sicherlich ein attraktives, aber auch schweres Los. Wir hoffen auf ein ausverkauftes Haus und werden unsere bestmögliche Leistung zeigen, um weiterzukommen“, so der Manager über das Duell mit seinem Ex-Verein.

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