Eintracht: Imagefaktor und mehr | Neue Braunschweiger
20. Dezember 2020
Sport

Eintracht: Imagefaktor und mehr

Zum 125. Eintracht-Jubiläum erinnert eine Tafel an den Gründungsort

Enthüllten die Tafel zur Gründung von Eintracht, v. l. Ehrenpräsident Sebastian Ebel, BTSV-Präsident Christoph Bratmann, Ehrenpräsident Gerhard Glogowski und Oberbürgermeister Ulrich Markurth. Foto: Birgit Wiefel

Innenstadt. An der nüchternen rot-braunen Backsteinmauer ist sie ein erfrischender Farbfleck. Seit dieser Woche erinnert eine Gedenktafel an den Ort und die Geburtsstunde des Braunschweiger Turn- und Sportvereins (BTSV). Und will ins Auge springen. Gleich zwei Ehrenpräsidenten, der amtierende Vereins-Präsident und Oberbürgermeister Ulrich Markurth enthüllten die Tafel in der Leonhardstraße 11. Genau hier hat vor 125 Jahren die Geschichte von Eintracht begonnen.

„Es waren eine Handvoll Verrückte, 16 bis 20 Jahre alt“, erinnerte Vereins-Präsident Christoph Bratmann an jenen 15. Dezember 1895, als Karl Schaper mit einigen Mitstreitern den Cricket- und Fußballclub Eintracht Braunschweig in eben dem nüchternen Gründerzeithaus ins Leben rief. Ein Verein unter vielen gegen Ende des 19. Jahrhunderts und doch für die Stadt, die Region und darüber hinaus prägend. „Der BTSV ist erfolgreich in der Leichtathletik, im Skisport und im Fußball und zu einem Imagefaktor für die Stadt geworden“, betonte Oberbürgermeister Ulrich Markurth und versuchte, die Faszination zu fassen. „Ja, die Eintracht ist ein niedersächsischer Großverein – aber davon gibt es viele. Sie ist 125 Jahre alt – aber es gibt noch ältere.“ Vielleicht, so der OB, sei es die Leidenschaft, die von Familie zu Familie weitergetragen werde, die den Verein so erfolgreich macht.

Gefühle, Emotionen – auch für Ehrenpräsident Gerhard Glogowski machen sie einen großen Teil des Vereins aus: „Als Eintracht Braunschweig im Jahre 1967 Deutscher Meister wurde, gingen in der Stadt gerade viele Arbeitsplätze kaputt. Der Titel gab den Braunschweigern ihren Stolz zurück.“

Eigentlich gibt es nur einen Wermutstropfen im Jubiläumsjahr: Durch die Corona-Pandemie musste die Feier zum 125. Geburtstag ausfallen. Sie wird im kommenden Jahr nachgeholt. Treue Fans haben die Stadt trotzdem „geflaggt“ und die Laternenmasten längs des Rings mit blau-gelben Bannern geschmückt.

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