Eintracht in Gifhorn gegen HSV-Reserve | Neue Braunschweiger
29. Juni 2018
Sport

Eintracht in Gifhorn gegen HSV-Reserve

Fußball: Stephan Fürstner feiert Debüt – Deutsches WM-Aus für Arnold „Riesenenttäuschung“

Gibt seinen Spielern Anweisungen: Eintracht-Trainer Henrik Pedersen. Foto: Hübner

Von Elmar von Cramon, 29. Juni 2018
Braunschweig. Zum zweiten Mal präsentiert sich die neuformierte Mannschaft von Eintrachts Drittliga-Fußballern heute ihren Fans. Im Gifhorner Stadion an der Flutmulde trifft die Elf von Henrik Pedersen um 15 Uhr auf die Zweitvertretung von Bundesligaabsteiger Hamburger SV.

„Alles läuft nach Plan“, erklärt Marc Arnold zum Schluss der zweiten Vorbereitungswoche, die in Gifhorn mit dem Vergleich zwischen den Blau-Gelben und dem letztjährigen Zweiten der Regionalliga Nord, der nur knapp die Aufstiegsrunde zur dritten Liga verpasste, endet.
Nach dem Verlust mehrerer Stützen wie Törles Knöll (Nürnberg), Mohamed Gouaida (Sandhausen) oder Matti Steinmann und Arianit Ferati (eigene Profis) ist die Leistungsstärke der Hanseaten schwierig einzuschätzen, was für den sportlichen Leiter aber nachrangig ist: „Uns geht es in erster Linie darum, dass die taktischen Vorgaben des Trainers umgesetzt werden und alle Spieler ihre 45 Minuten nutzen, sich zu zeigen.
Neuzugang Stephan Fürstner, der gegen den Lehndorfer TSV noch pausieren musste, wird gegen den HSV sein Debüt im Eintracht-Trikot feiern. Nicht mitwirken können die noch angeschlagenen Ahmet Canbaz, Leon Bürger und Ivan Franjic.

Der noch immer zur Reha in Schweden weilende Christoffer Nyman wird in der kommenden Woche in Braunschweig zurückerwartet. Gibt die medizinische Abteilung grünes Licht, steigt er in die Vorbereitung ein. Nach einem Gespräch mit Coach Henrik Pedersen soll gemeinsam über die Zukunft des Angreifers entschieden werden, der noch bis Sommer 2019 an die Löwen gebunden ist. Nach wie vor ist ein Verkauf aufgrund der Nationalmannschaftsambitionen die wahrscheinlichste Lösung, auch wenn es momentan noch an Interessenten fehlt. „Ich sehe das Ganze entspannt. Wir werden sicher eine Lösung finden“, so der Eintracht-Manager.

Der schwedische Nationalspieler hätte ohne Verletzung wahrscheinlich im WM-Kader gestanden und wäre im Gegensatz zu den deutschen Nationalspielern aktuell noch im Wettbewerb.

„Eine Riesenenttäuschung für alle, die nicht zu erwarten gewesen ist“, meint Arnold zum desolaten Auftritt der Elf von Joachim Löw beim WM-Turnier. Zweifel waren dem 47-Jährigen aber bereits beim Auftaktspiel gegen Mexiko gekommen, als die Nationalmannschaft sich ähnlich unsicher wie in der Vorbereitung präsentiert hatte: „Es wurden die gleichen Fehler wie im Testspiel gegen Saudi-Arabien gemacht.“
Über einen möglichen Abschied von Löw möchte Arnold nicht spekulieren. Den als Nachfolger gehandelten Matthias Sammer, der 1995 bei Borussia Dortmund den deutschen Meistertitel gewann, kann er sich durchaus als Nationaltrainer vorstellen, auch wenn dieser eine Rückkehr ins operative Geschäft aufgrund eines leichten Schlaganfalls bislang stets ausgeschlossen hatte: „Von seinem Naturell kann ich mir das sehr gut vorstellen, allerdings weiß ich nicht, ob er überhaupt Lust darauf hat und es für ihn gesundheitlich möglich wäre.“

Fußballerische oder taktische Trends hat Arnold bei der diesjährigen WM noch nicht festgestellt: „Bei der letzten WM war das vor allem die Dreierkette. Auffällig ist lediglich, dass sich die ’Großen‘ gegen die ’Kleinen‘ zunehmend schwerer tun.“ Positiv fiel ihm hingegen die meist großzügig bemessene Nachspielzeit auf: „Ich hoffe, dass der Trend auch bei uns künftig in Richtung England geht und die Behandlungspausen nach Fouls allgemein kürzer werden.“

Auch interessant