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Eintracht muss gegen Cottbus ins „Endspiel“

Drittliga-Fußball: Schubert warnt vor "Spiel, in dem alles passieren kann" - Kessel fehlt gelbgesperrt, Becker wohl fit

Enttäuscht nach der Niederlage: Eintrachts Keeper Jasmin Fejzic und seine Mitspieler. imago

Braunschweig. Für Eintrachts Drittliga-Fußballer geht es am letzten Spieltag um alles! Denn die 0:1-Niederlage gegen den Halleschen FC erlaubte es den Konkurrenten aus Jena, Cottbus und Großaspach, aufzuschließen. Nun bestreitet die Elf von André Schubert am Samstag um 13.30 Uhr ein „Endspiel“ gegen das punktgleiche Team von Energie Cottbus.

Zum Klassenerhalt reicht aufgrund der gegenüber den Lausitzern einen Treffer besseren Tordifferenz bereits ein Remis. Sollten Jena oder Großaspach ihre Spiele nicht gewinnen, würden die Löwen unabhängig vom Ausgang des eigenen Spiels in der 3. Liga verbleiben.

„Wir haben zu wenig investiert und gegen einen hart spielenden Gegner zu weich agiert. Da musst du gegenhalten, das haben wir nicht gemacht“, so Andrè Schubert über das 0:1, das die Braunschweiger im letzten Saisonspiel unter Zugzwang setzt.

Im ersten Durchgang hatten sich die Löwen vom aktiveren Tabellenvierten zwar nicht vollständig den Schneid abkaufen lassen, waren aber trotzdem zu passiv. Zudem sprach Schiedsrichter Dingert den Hausherren einen zumindest diskussionswürdigen Strafstoß zu, nachdem Marvin Ajani beim Kontakt mit Felix Burmeister theatralisch zu Boden gesunken war. Bentley Bahn nutzte den Elfmeter zum Tor des Tages.

 

Im zweiten Durchgang agierten die Löwen dann zielstrebiger, konnten mehrere Einschussgelegenheiten aber nicht nutzen, sodass nun das „Endspiel“ gegen die Lausitzer ansteht.

Die Begeisterung des Eintracht-Trainers über das Abstiegsfinale hält sich naturgemäß jedoch in Grenzen: „Jeder falsche Schiedsrichterpfiff kann den Abstieg bedeuten, das hätten wir verhindern können. Jetzt ist es nur noch ein Spiel und in einem Spiel kann alles passieren.“

Als ärgerlich empfand der 47-Jährige auch die Tatsache, dass nicht alle bereits geretteten Teams ihre volle Leistungsfähigkeit abzurufen schienen: „Die eine oder andere Mannschaft, für die es um nichts mehr geht, spielt dann leider auch so.“ So präsentierte sich Zwickau beim 2:5 in Großaspach als Schießbude, während der SV Meppen beim 0:1 gegen Jena laut Christian Neidhardt mit neuer Taktik experimentierte.

Nun stehen die Löwen wie schon oft zuvor in der Vereinsgeschichte vor einem Endspiel gegen eine der laut Schubert „unberechenbarsten Mannschaften der Liga“.

Wochenlang hatte der Eintracht-Coach den Mahner gegeben und sich über unnötige Gelbe Karten und ausgelassene Torchancen seiner Mannschaft geärgert. „Jetzt ist es ein 50 zu 50-Spiel, vor dem man nicht mehr warnen muss“, macht er den Ernst der Lage deutlich, will sich gleichzeitig aber nicht verrückt machen lassen: „Wir analysieren was war und was wir besser hätten machen können und werden uns ganz normal auf den Gegner einstellen.“

Besondere Maßnahmen wie ein Trainingslager hält er für überflüssig: „Wir brauchen nicht in Aktionismus zu verfallen, der Sinn und Zweck eines Kurztrainingslagers würde sich mir nicht erschließen.“ Fehlen wird den Löwen neben dem langzeitverletzten Bernd Nehrig auch Benjamin Kessel (Gelbsperre). Der in Halle frühzeitig ausgewechselte Robin Becker (Hüftprellung) dürfte am Wochenende aller Voraussicht nach jedoch mitwirken können.

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