Eintracht nimmt das Training wieder auf | Neue Braunschweiger
22. April 2020
Sport

Eintracht nimmt das Training wieder auf

Drittligist arbeitet in Kleingruppen – Der DFB will eine „tragfähige Lösung“ für die Spielklasse

So intensiv wie im Trainingslager im Januar in Belek wird das Training noch nicht stattfinden. Lediglich Einheiten in Kleingruppen sind erlaubt. Lars Rücker

Braunschweig. Nach rund sechswöchiger Pause kehren die Blau-Gelben wieder in den Übungsbetrieb zurück. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wird die Mannschaft von Trainer Marco Antwerpen heute beginnen, sich auf eine Saisonfortsetzung vorzubereiten. Am kommenden Freitag wird sich das DFB-Präsidium in seiner turnusmäßigen Sitzung mit einer möglichen Wiederaufnahme des Spielbetriebs befassen, bereits am Donnerstag soll über die Fortsetzung der laufenden Spielzeit in den ersten beiden Ligen entschieden werden.

„Wir befinden uns in einem Spagat zwischen gesellschaftlicher Verantwortung auf der einen und dem Profisport auf der anderen Seite. Unter Berücksichtigung zahlreicher Hygiene- und Schutzmaßnahmen ist nun wieder ein reduzierter Trainingsbetrieb in Kleingruppen möglich“, erklärt Eintracht-Sportdirektor Peter Vollmann.

Auch wenn noch nicht endgültig über die Fortsetzung der laufenden Spielzeit entschieden ist, wollen sich die Braunschweiger für einen wohl für Mitte Mai anvisierten Neustart wappnen. Vorerst dürfte dies jedoch nur in rudimentärer Form geschehen, da viele gewohnte Spielformen aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht durchführbar sind. „Auch wenn das Programm natürlich deutlich von den gewohnten Übungseinheiten abweichen wird, wird es den Spielern und Trainer helfen, wieder auf dem Platz zu stehen und mit dem Ball zu arbeiten. Wir müssen uns sportlich bestmöglich auf alle Varianten vorbereiten“, so Vollmann, der den Schutz aller Beteiligten trotzdem fest im Blick hat: „Dass bei allem die Gesundheit der Mannschaft und Mitarbeiter an oberster Stelle steht, steht außer Frage.“

Gestern hatten sich die 20 Drittligisten mit dem DFB in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen im Bezug auf eine Fortsetzung der Spielzeit oder deren Abbruch ausgetauscht. Da die Vereine in dieser Frage gespalten sind, hielt es der Verband für geboten, gegenüber den Vereinen zum Ausdruck zu bringen, „dass seine grundsätzliche Aufgabe statutengemäß die Organisation, Durchführung und Sicherstellung des Spielbetriebs ist.“ Hiervon dürften sich insbesondere die Clubs angesprochen fühlen, die zuvor offen für einen Abbruch der Spielzeit votiert hatten. Das Öffentlichmachen unterschiedlicher Standpunkte einzelner Vereine wurde vom DFB kritisiert. „Öffentliche Konfrontationen beschädigen – völlig unabhängig vom Inhalt der einzelnen Meinungen – die 3. Liga und ihre Vereine. Darüber hinaus tragen sie nicht zu Lösungen bei, sondern erschweren sie nur“, erklärte Tom Eilers, Vorsitzender des DFB-Ausschusses 3. Liga.

Anschließend verständigten sich alle Clubvertreter mit dem DFB und dem zuständigen Ausschuss darauf, sich nach den öffentlichen Auseinandersetzungen der vergangenen Tage wieder auf eine versachlichte, konstruktive und vor allem zielführende Diskussion zu konzentrieren, um eine „tragfähige Lösung zu finden, um die 3. Liga in ihrer bewährten Struktur zu erhalten und ihre Zukunft als Profiliga zu sichern.“

Nach der DFB-Präsidiumssitzung am Freitag werden die Clubs zu Beginn der kommenden Woche zur nächsten gemeinsamen Sitzung zusammenkommen, um auf der dann vorliegenden Faktenlage gemeinsam zu einem Meinungsbild zu kommen. Über den Abbruch der Saison in der 3. Liga müsste ein außerordentlicher DFB-Bundestag unter Beachtung der damit verbundenen Fristen entscheiden.

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