• Home
  • > >
  • Eintracht schafft den Klassenerhalt

Eintracht schafft den Klassenerhalt

Eintrachts Drittliga-Fußballer spielen 1:1 gegen Cottbus

Torjubel nach dem 1:0 durch Eintrachts Marc Pfitzner per Elfmeter.

Braunschweig. Eintrachts Drittliga-Fußballer haben es geschafft. Nach einem Herzschlagfinale mit einem 1:1 gegen Energie Cottbus vor 22745 Zuschauer retteten sich die Löwen am allerletzten Spieltag und bleiben aufgrund der gegenüber den Lausitzern besseren Tordifferenz in der Liga!

Beide Teams gingen von Beginn an einsatzfreudig zur Sache, obwohl Torchancen zunächst Mangelware blieben. Die Ergebnisse auf den anderen Plätzen gestalteten sich durch Jenas Führung gegen 1860 erwartungsgemäß zu Ungunsten der beiden Kontrahenten, was zusätzliche Nervosität ins Spiel brachte. Die verletzungsbedingte Auswechslung von Stephan Fürstner (27.) war für die Schubert-Elf und die Eintracht-Fans gleichermaßen ein erster Schockmoment. Einen umstrittenen Handelfmeter verwandelte Marc Pfitzner kurz darauf nervenstark zum Führungstreffer (30.). Direkt im Anschluss ging auch Großaspach bei Fortuna Köln in Führung, sodass Cottbus zur Halbzeitpause unter den Strich rutschte und im zweiten Durchgang gehörig unter Zugzwang stand.

Die Dramatik erreichte einen weiteren Höhepunkt als Christoph Menz der Ball im Strafraum gegen die Hand sprang und Fabio Viteritti (57.) ebenfalls per Handelfmeter den Ausgleich für Cottbus markieren konnte. Die Gäste benötigten jedoch noch einen weiteren Treffer für die eigene Rettung und suchten weiter den Weg nach vorne. Da Großaspach gegen Köln nach einer knappen Stunde auf 2:0 erhöhte und 1860 mit 0:4 gegen Jena zurücklag, lief in der Schlussphase alles auf einen Abstiegszweikampf zwischen Eintracht und Cottbus hinaus!

Die Löwen-Fans hielten anschließend ein weiteres Mal den Atem an, als Dimitar Rangelov aus 16 Metern zum Freistoß antrat, den Ball aber über den Kasten setzte (69.). Die Braunschweiger ließen sich von den Gästen zwischenzeitlich tief in die Defensive drängen und lauerten auf Konter. In den letzten zehn Minuten stand die Partie auf des Messers Schneide, ein einziger Fehler hätte für jedes der beiden Teams nahezu sicher. den Abstieg bedeutet! Die Gäste schwächten sich in den Schlussminuten schließlich selbst, als Jose Matuwila nach einem Foul an Otto die Gelb-Rote Karte kassierte.

In der fünfminütigen Nachspielzeit überschlugen sich die Ereignisse. Menz sah nach einem Rempler gegen einen gegnerischen Auswechselspieler die Rote Karte, während der FCE versuchte, mit verzweifelten Angriffen doch noch das rettende Ufer zu erreichen. Das blau-gelbe Bollwerk hielt dem Druck jedoch stand, sodass der Jubel bei Abpfiff keine Grenzen kannte.

Die Energie-Fans zeigten sich als schlechte Verlierer und warfen zahlreiche Feuerwerkskörper vor dem Gästeblock. Nach der Partie sorgte ein in der Südkurve ausgerolltes Transparent gegen Eintracht-Spieler Felix Burmeister aufgrund seiner Hannoveraner Vergangenheit kurzzeitig für Missstimmung, bevor die blau-gelbe Party begann.
„Beide Mannschaften haben heute gezeigt, dass sie es absolut verdient gehabt hätten, in der Liga zu bleiben. Es war ein Spiel auf des Messers Schneide und ich habe vor der Arbeit von Pele Wollitz allergrößten Respekt“, freute sich André Schubert über das „Wunder von Braunschweig“, zeigte  aber auch Mitgefühl mit dem unglücklich abgestiegenen Kontrahenten.

Mannschaft: Fejzic – Kijewski, Nkansah, Becker – Putaro, Pfitzner (54. Burmeister), Fürstner (27. Y. Otto), Menz – Bär, Hofmann (88. Düker), Feigenspan.

^