Eintracht testet gegen Wolfsburg | Neue Braunschweiger
12. August 2020
Sport

Eintracht testet gegen Wolfsburg

Meyer-Elf unterliegt Werder Bremen mit 0:2 – Kobylanski im Fokus von Heidenheim

Immer wieder gab Trainer Daniel Meyer seinen Spielern Anweisungen. Foto: Susanne Hübner/imago images

Braunschweig. Mit 0:2 ging am vergangenen Sonntag der erste Eintracht-Test der laufenden Vorbereitung verloren. Am kommenden Wochenende treten die Löwen erneut gegen einen Bundesligisten an und treffen am Samstag in der AOK-Arena auf den VfL Wolfsburg.

Wie gegen die Bremer sind keine Zuschauer im Stadion zugelassen, eine Übertragung im Stream ist jedoch geplant. „Es war ein intensiver Test. Nachdem es am Anfang ein bisschen geruckelt hat, konnte man sehen in welche Richtung wir wollen“, erklärte Daniel Meyer nach der Partie an der Weser.

In besagter Anfangsphase waren auch die beiden Gegentreffer gefallen. Zunächst hatte der Schwede Ludwig Augustinsson nach einem Eckball eine Unachtsamkeit der neuformierten Eintracht-Defensive genutzt; anschließend war Davy Klaassen nach einer Kontersituation mit einem Lupfer erfolgreich (21.). „Die Raumaufteilung war ganz OK, dafür, dass wir gegen einen Erstligisten gespielt haben, hatten wir auch gute Ballbesitzmomente“, lobte der neue Eintracht-Coach, bemängelte jedoch zu viele einfache Ballverluste und das Verhalten bei den Gegentoren: „Bei der kurz ausgeführten Ecke haben wir geschlafen und wurden nach einem einfachen Ballverlust ausgekontert.“ Dennoch überwog am Ende das Positive: „Es wirkte alles stabil und nicht fahrig. Die Grunderkenntnis ist, dass die Mannschaft viele Dinge aufgenommen und grundsätzlich verstanden hat. Wir haben einen guten Auftritt hingelegt.“

Ohne Einsatz blieb Neuzugang Fabio Kaufmann, dem Meyer aufgrund des Vereinswechsels und seines Umzugs eine Verschnaufpause gegönnt hatte: „Ich wollte, dass der Junge einmal richtig zur Ruhe kommt.“ Ebenfalls nicht dabei waren Matthias Heiland (muskuläre Probleme) und Yassin Ben-Balla (Magen-Darm-Infekt).

Derweil scheint sich laut „Bild“ ein Interesse des 1. FC Heidenheim an Aufstiegsheld Martin Kobylanski anzubahnen. Der spielstarke Mittelfeldmann wurde von FCH-Coach Frank Schmidt offenbar als potenzieller Nachfolger der 34-jährigen Clublegende Marc Schnatterer ins Auge gefasst. Zwar betonte Kobylanski, dass er sich in Braunschweig wohl fühle und noch bis 2022 einen Vertrag besitzt, erklärt aber auch, dass man im Fußball „niemals nie“ sagen sollte.

Die Heidenheimer hatten zuletzt für insgesamt sieben Millionen Euro Ablöse ihre Leistungsträger Niklas Dorsch und Tim Kleindienst an den belgischen Erstligisten KAA Gent verloren und sind auf der Suche nach Verstärkungen. Merveille Biankadi, der in der Rückserie von Heidenheim an Eintracht ausgeliehen war, ist beim FCH aktuell fest eingeplant, auch wenn die Löwen Interesse an einer Weiterverpflichtung signalisiert hatten. Sollte Heidenheim ein offizielles Angebot für Kobylanski abgeben, könnte der Flügelspieler, als Teil eines Transfergeschäfts aber wieder ein Thema werden.

Bewegung könnte auch in die Personalie Marvin Pourié kommen. Der in der Rückserie ebenfalls an die Blau-Gelben ausgeliehene Stürmer vom Karlsruher SC bekam von KSC-Trainer Christian Eichner mitgeteilt, dass er „nicht mehr mit ihm plane.“ Zwar wird der 29-Jährige die Vorbereitung zunächst weiter bei den Badenern bestreiten, könnte sich aber bald verabschieden. Eine hohe sechsstellige Ablöseforderung, wie sie in der von Eintracht nicht wahrgenommenen Kaufoption für den Offensivmann vorgesehen war, dürfte aufgrund der Umstände allerdings nicht mehr realistisch sein.

Auch interessant