Eintracht testet mit „Verlängerung“ gegen Vejle BK | Neue Braunschweiger
6. Juli 2018
Sport

Eintracht testet mit „Verlängerung“ gegen Vejle BK

Fußball: Niko Kijewski erleidet Bänderriss im Training – Nyman, Valsvik und Abdullahi hängen weiterhin in der Warteschleife

Eintrachts Drittliga-Fußballer wollen auch gegen Vejle BK Tore bejubeln können. Foto: Susanne Hübner

Von Elmar von Cramon, 6. Juli 2018
Braunschweig. Zum Abschluss der dritten Vorbereitungswoche treffen Eintrachts Drittliga-Fußballer heute in Schöningen auf den dänischen Erstligisten Vejle BK (Anstoß 15 Uhr).

Dabei können sich die Eintracht-Fans, passend zu WM, schon vorab auf eine Verlängerung einstellen. Statt 90 Minuten wird im Elmstadion ausnahmsweise 120 Minuten gekickt.
„Wir wollen jedem Spieler 60 Minuten Spielzeit ermöglichen“, erläutert Marc Arnold die ungewöhnliche Spielzeitveränderung und freut sich gegen die Dänen auf einen echten Härtetest: „In Dänemark beginnt die Saison schon in der kommenden Woche, deshalb erwarte ich Vejle frischer als unsere Mannschaft. Außerdem bringen sie als Erstligist eine Menge Qualität mit.“

Nicht mit dabei ist Niko Kijewski, der sich im Training einen Bänderriss zugezogen hat und einige Wochen ausfallen wird. Wieder einsatzbereit ist hingegen Ahmet Canbaz, der zuletzt an der gleichen Verletzung laboriert hatte.

Christoffer Nyman steht nach seiner Rückkehr aus Schweden ebenfalls noch nicht zur Verfügung, sondern absolviert weiterhin Rehamaßnahmen. Der wechselwillige Stürmer hängt deshalb noch in der Warteschleife und dürfte für potenzielle Interessenten erst zum Thema werden, wenn er wieder fit ist. „Solange kein adäquates Angebot vorliegt, ist Totte Spieler von Eintracht Braunschweig“, so der sportliche Leiter der Löwen.
Acht Wochen ist das Transferfenster noch geöffnet, sodass sowohl Nyman als auch Gustav Valsvik und Suleiman Abdullahi gute Chancen haben, einen neuen Arbeitgeber zu finden. Während Abdullahi aufgrund seiner fehlenden Arbeitserlaubnis nicht in der Dritten Liga kicken könnte, dürfte Valsvik nach der Verpflichtung von Felix Burmeister nicht mehr als eingeplant gelten.

Ein Verbleib von Nyman wäre für die Blau-Gelben sportlich zwar ein Glücksfall, allerdings würde ein Wechsel im Winter angesichts seines im Sommer auslaufenden Vertrags wohl deutlich weniger Ablöse einbringen. „Es bleibt noch genügend Zeit. Ich gehe davon aus, dass wir einen Weg finden, der alle Seiten zufriedenstellt“, hofft Arnold auf eine für alle Seiten tragbare Lösung und bestätigt außerdem, dass zumindest für Abdullahi „erste Anfragen aus dem In- und Ausland“ eingetroffen seien.

Mit Freude registrierte der 47-Jährige die Festsetzung des Spielplans, der Eintracht zum Auftakt (27. bis 30. Juli) ein Heimspiel gegen den Karlsruher SC beschert: „Ein tolles Spiel gegen einen starken Gegner in einem hoffentlich vollen Stadion.“

Eine Woche später müssen die Löwen in Rostock ran, empfangen am 7. oder 8. August den FSV Zwickau und reisen anschließend zum SV Wehen-Wiesbaden (10. bis 12. August), bevor am darauffolgenden DFB-Pokalwochenende das Erstrundenmatch gegen Hertha BSC stattfindet._

„Zum Auftakt sind einige ’Bretter‘ dabei“, weiß auch Arnold, gibt sich in Sachen Spielplan aber traditionell pragmatisch: „Jeder leitet aus dem Spielplan andere Vor- und Nachteile ab. Es freut mich allerdings, dass wir zu Beginn und direkt nach der Winterpause zu Hause beginnen und auch das letzte Saisonspiel gegen Energie Cottbus vor heimischem Publikum stattfindet.“

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