Eintracht-Trainer Flüthmann: „Vorfreude ist groß“ | Neue Braunschweiger
20. Juli 2019
Sport

Eintracht-Trainer Flüthmann: „Vorfreude ist groß“

Löwen zum Auftakt in Magdeburg – Oberes Tabellendrittel als Saisonziel – Szenario wie in der Vorsaison soll vermieden werden

Bernd Nehring (hier beim Spiel der Vorsaison an der Bremer Brücke in Osnabrück) wird die Mannschaft als Kapitän anführen. Foto: Titgemeyer/Imago Images

Braunschweig. Mit einem Topspiel starten die Löwen heute in die neue Spielzeit. Wenn der Anpfiff zur Auftaktpartie beim 1. FC Magdeburg (Anstoß 17.45 Uhr/live in der ARD) ertönt, hoffen alle Eintracht-Fans, dass auf die Horrorsaison mit knappem Happy-End wieder eine erfolgreichere Spielzeit folgt.

Im Duell mit dem Zweitligaabsteiger aus der Bördestadt dürfte es für beide Teams aber zunächst darum gehen, eine Standortbestimmung zu erhalten. Fanseitig ist die Partie in jedem Fall ein Spitzenduell. Vor ausverkauftem Haus in der MDCC-Arena stehen sich die beiden Teams mit den meisten Dauerkartenverkäufen gegenüber. Während Eintracht 12 661 Saisontickets absetzte, wurden in der Braunschweiger Partnerstadt 11 600 Dauerkarten verkauft.
Auch Christian Flüthmann kann den Anpfiff der Premierenpartie kaum erwarten. „Samstagabend zu spielen, ist natürlich super. Eigentlich würde ich aber gern schon morgen Mittag beginnen, so groß ist die Vorfreude“, so der neuen Eintracht-Coach vor seiner Premierenpartie.

Im Gegensatz zu seiner Mannschaft musste das Team des Zweitligaabsteigers weitestgehend neu formiert werden; trotzdem erwartet Flüthmann, dass die Rädchen dort schon zum Saisonauftakt gut ineinandergreifen. „Sie spielen mit hoher Intensität und Risiko und besitzen eine hohe individuelle Qualität. Sie haben sich in gewissen Teilen schon gut gefunden und gehen mit ordentlich Tempo ran“, erklärt der 37-Jährige.

Bei seiner Mannschaft konnte der Chefcoach im Laufe der Trainingswoche ein Ansteigen der Intensität beobachten: „Man merkt den Jungs die Vorfreude an, aber auch, dass Entscheidungen anstehen und die Zweikämpfe härter geführt werden.“ Letzteres dürfte auch bei der heutigen Partie im Mittelpunkt stehen, sodass eine konzentrierte Leistung ab der ersten Minute Pflicht sein wird. „Wir müssen extrem dagegen halten. Wenn wir gegen so eine Mannschaft erstmal abwarten, wird es nicht gut gehen. Wir wollen agieren und nicht nur reagieren“, so Flüthmann.

Die Frage nach dem Saisonziel beantworten die Eintracht-Verantwortlichen derweil vorsichtig. „Das obere Drittel wird angepeilt“, erklärt Eintracht-Sportdirektor Peter Vollmann, verweist aber gleichzeitig darauf, dass die Vermeidung eines Szenarios wie in der Vorsaison als „oberstes Minimalziel“ an erster Stelle steht: „Ziel Nummer eins sind 45 Punkte, alle anderen Ziele sind Folgeziele, die sich durch die Ergebnisse entsprechend ändern können.“

Fehlen werden Felix Burmeister(Reha) und Leon Bürger, der sich einen Außenbandriss zugezogen hat. Auch Stephan Fürstner fällt zum Auftakt aus. Der Routinier erholt sich von seiner Innenohr-Operation und hatte wegen eines Muskelfaserrisses große Teile der Vorbereitung verpasst.

Sein Kapitänsamt hat der 31-Jährige deshalb zur Verfügung gestellt, sodass künftig Bernd Nehrig und Benjamin Kessel als Stellvertreter das Löwenrudel auf dem Platz anführen werden.

So könnten sie spielen: Fejzic – Kijewski (Schlüter), Nkansah, Becker, Kessel – Nehrig, Pfitzner – Kobylanski – Ademi (Putaro), Proschwitz, Bär.

Auch interessant