Eintracht: Wichtiges Löwenduell

Drittliga-Fußball: Wichtiger 1:0-Erfolg in Lotte – Samstag kommt 1860 München

Freut sich über Manuel Janzers Entwicklung: Eintracht-Trainer André Schubert. Foto: imago/SH

Braunschweig. Auch beim direkten Konkurrenten Sportfreunde Lotte haben sich Eintrachts Drittliga-Fußballer keine Blöße gegeben und beim 1:0-Erfolg drei ganz wichtige Punkte mit auf die kurze Heimreise genommen.

Der Abstand zu den Abstiegsplätzen verringerte sich dennoch nicht, da Sonnenhof Großaspach tags zuvor mit einem 2:1-Sieg gegen die Würzburg Kickers vorgelegt hatte.
Vor dem Löwenderby gegen 1860 München am kommenden Samstag (14 Uhr) im Eintracht-Stadion ist das Feld damit aber noch dichter zusammengerückt.
Die „Basics“ gaben für André Schubert im Nachhinein den Ausschlag für den knappen Erfolg beim Klub am Autobahnkreuz nahe Osnabrück. „Daran haben wir uns bei einem typischen Drittligisten, der über Kampf, Mentalität und Einstellung kommt, erinnert“, so der Eintracht-Coach, der sich dennoch ärgerte, dass seine Mannschaft diese Tugenden zuvor „nicht immer“ beherzigt hatte.

Hierbei spielte Trainer André Schubert in erster Linie auf die Rote Karte für Steffen Nkansah an. Der Innenverteidiger hatte einen langen Pass des Gegners vor dem eigenen Strafraum anzunehmen versucht, den Ball dabei aber mit der Brust in den Lauf von Lottes Jaroslaw Lindner gelegt und diesen auf Kosten eines Fouls gestoppt, das von Schiedsrichter Steffen Brütting als Notbremse ausgelegt wurde.
Dieser Interpretation wollte sich Schubert allerdings nicht anschließen. „Man muss überlegen, ob es tatsächlich eine Rote Karte war, wenn Robin Becker, einer der schnellsten Innenverteidiger der Liga, direkt nebenher läuft“, so der 47-Jährige, der Nkansah trotzdem eine Handlungsalternative empfohlen hätte: „Klärt er den Ball rechts oder links zum Flügel, passiert nichts.“

Trotz des Platzverweises zeigten sich die Löwen jedoch weiter konzentriert, auch wenn ihnen die Gelb-Rote Karte für Lottes Paterson Chato (70.) naturgemäß in die Karten spielte.
Auch hätten die Blau-Gelben das Zittern der über 1500 mitgereisten Eintracht-Fans nach dem verwandelten Elfmeter von Pfitzner (49.) durch einen weiteren Treffer frühzeitig beenden können. „In der zweiten Halbzeit müssen wir einfach das zweite oder dritte Tor machen, haben aber bei einigen Kontern zu früh abgespielt, das müssen wir besser machen“, bemängelte Schubert.
Im nächsten Heimspiel gegen 1860 München muss er neben dem rotgesperrten Nkansah auch Pfitzner ersetzen, der die fünfte Gelbe Karte sah: „Wir müssen immer wieder Lösungen finden, falls Spieler ausfallen. Wir haben uns zur Winterpause so aufgestellt, dass dann andere Jungs da sind.“ Hierzu gehören Nils Rütten (Rotsperre abgelaufen) und Christoph Menz, die beide schon auf den vakanten Positionen in der Innenverteidigung und im defensiven Mittelfeld zum Einsatz gekommen sind.

Denkbar ist auch, dass Schubert dem 19-jährigen Leon Bürger eine Chance gibt, sich zu beweisen: „Klar ist es bitter, Spieler ersetzen zu müssen, die es gut gemacht haben, aber wir haben auch immer Spieler, die auf ihre Chance warten, um zu zeigen, dass sie berechtigterweise bei uns sind.“
Zuletzt hatte er Manuel Janzer nach wochenlanger Pause „aus dem Hut gezaubert“, der in den vergangenen beiden Partien jeweils einen Foulelfmeter herausgeholt hatte. „Der hat einfach weiter gut trainiert, ist geduldig geblieben und hat sich empfohlen. In den letzten beiden Spielen war er maßgeblich am Sieg beteiligt“, freut sich Schubert über dessen Entwicklung.

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