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Eintracht wieder torhungrig: 3:1-Sieg in Aspach

Erster Erfolg nach wochenlanger Durststrecke - Kobylanski, Proschwitz und Feigenspan treffen

Das Tor zum 2:0 für Braunschweig: Nick Proschwitz setzt sich gegen Verteidiger Kai Gehring und Torhüter Maximilian Reule durch. Foto: Ralf Poller/imago images

Braunschweig. Die Löwen haben den Bann gebrochen! Nach fünf sieglosen Spielen in Serie meldete sich die Elf von Christian Flüthmann am Wochenende mit einem 3:1-Auswärtserfolg bei der SG Sonnenhof Großaspach zurück.
Vor 3056 Zuschauern trafen Martin Kobylanski (21.), Nick Proschwitz (34.) und der eingewechselte Mike Feigenspan für die Braunschweiger, während Panagiotis Vlachodimos für die Gastgeber den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer erzielt hatte. Durch den Sieg bleiben die Löwen dem Führungsduo aus Halle und Duisburg (jeweils 25 Punkte) auf den Fersen und liegen mit 24 Zählern auf Rang drei.

Zwar waren die Blau-Gelben als klarer Favorit zum Abstiegskandidaten gereist, nach der jüngsten Negativserie stand die Flüthmann-Elf jedoch mächtig unter Druck, zumal einige der Konkurrenten bereits vorgelegt hatten und die Löwen vor der Partie auf den sechsten Rang abgerutscht waren. „Wir waren sehr effektiv“, freute sich der Eintracht-Coach über die Tatsache, dass sein Team sich in der ersten Halbzeit torhungrig zeigte. Zunächst setzte Benjamin Kessel erstklassig nach und bediente nach seinem Ballgewinn Martin Kobylanski, der aus kurzer Distanz nur noch einzuschieben brauchte (26.). Anschließend nutzte Nick Proschwitz einen Klassepass von Marc Pfitzner und verwandelte gegen SGS-Keeper Maximilian Reule eiskalt.

Vor ihren beiden Toren hatten die Löwen aber auch das Glück auf ihrer Seite, nachdem Schiedsrichter Robert Hartmann ein Handspiel von Robin Becker im Strafraum übersehen hatte (9.). Nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer durch Vlachodimos (36.) machte der kurz zuvor eingewechselte Mike Feigenspan nach knapp einer Stunde endgültig alles klar (59.). Besonders der Joker-Treffer bestätigte Flüthmann in seiner Herangehensweise, die mangelhafte Chancenverwertung der vergangenen Wochen nicht zum Dauerthema werden zu lassen: „Hätten wir das Ganze zu sehr thematisiert, hätte Mike vielleicht nicht den Mut gehabt zu schießen sondern quergespielt.“

Auch die Hereinnahme von Pfitzner, der erstmals seit zwei Monaten wieder in der Startelf stand, zahlte sich für die Blau-Gelben aus. „Er hat einen tollen Pass gespielt, außerdem hat man in einigen Situationen seine Erfahrung gesehen“, lobte Flüthmann, beobachtete aber auch, dass dem 35-Jährigen nach seiner längeren Pause „am Ende etwas die Kraft gefehlt hat.“
Die gelbe Karte für den Routinier war für den Coach kein Thema; während er sich über die fünfte Verwarnung von Robin Becker ärgerte: „Eine unnötige gelbe Karte, man hat gemerkt, dass er danach mit angezogener Handbremse gespielt hat.“

Mannschaft: Fejzic(2) – Kijewski (3), Ziegele (3), Becker (3), Kessel (2,5) – Wiebe (3), Pfitzner(2,5) – Kobylanski (2,5) – Bär (3,5), Proschwitz (2,5), Amade (3,5)
Eingewechselt: 54. Feigenspan (3) für Amade; 69. Y. Otto (-) für Kobylanski; 79. Nkansah (-) für Pfitzner
Tore: 0:1 (26.) Kobylanski (Vorarbeit Kessel), 0:2 (32.) Proschwitz (Pfitzner); 1:2 (36.) Vlachodimos; 1:3 (58.) Feigenspan (Kobylanski)
Zuschauer: 3056
Gelbe Karten: Fejzic, Becker (5./gesperrt), Pfitzner, Wiebe, Amade, Y. Otto

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