Eintracht will den Kader verkleinern | Neue Braunschweiger
5. September 2018
Sport

Eintracht will den Kader verkleinern

Fußball: Nach dem 0:3 in Unterhaching ist der Braunschweiger Drittligist Tabellenletzter

Enttäuschung nach der Pleite in Unterhaching. Foto: imago

Braunschweig. Nach dem schwachen Auftritt beim 0:3 gegen Unterhaching gehen die Löwen als Tabellenletzter in die Länderspielpause.

In dieser soll neben einer Analyse des schlechten Saisonstarts auch die Festlegung des künftigen Aufgabenfelds von Henrik Pedersen erfolgen, der nach der Demission von Marc Arnold nun Cheftrainer und Sportlicher Leiter in Personalunion ist.

Erste Maßnahme ist eine Kaderverkleinerung, die nach dem Testspiel beim FSV Barleben (heute, 18 Uhr) erfolgen soll.
„Dinge, die gegen Wiesbaden und Hertha BSC selbstverständlich waren, habe ich gegen Köln und Unterhaching nicht gesehen. Das habe ich meiner Mannschaft deutlich zu verstehen gegeben“, erklärt Henrik Pedersen nach der Analyse der letzten beiden Begegnungen, in denen er „zuviel Kopf und zu wenig Herz“ bei seinen Spielern beobachtet hatte.

Als Beispiel führt er den ersten Gegentreffer in Unterhaching anführt, der im Anschluss an eine eigene Ecke fiel: „Der Ball lag 15  Sekunden, nachdem ihn Unterhachinger per Kopf geklärt hatte in unserem Netz. Das hat entweder mit Fitness oder Einstellung zu tun. Da die Mannschaft fit ist, geht es um die Einstellung. Wir brauchen in jeder Situation 100 Prozent und nicht nur 90“, so der Däne.

Für die Enttäuschung der Fans, die ihren Klub nach sechs Spielen am Tabellenende wiederfinden, zeigt er Verständnis und will in den kommenden Spielen „eine hungrige Mannschaft, die für den Verein brennt“, auf dem Platz sehen.
Es gelte, sich die Unterstützung der Anhänger, die ihren Unmut zuletzt deutlich zum Ausdruck gebracht hatten, zurückzugewinnen: „Genauso wie Punkte in der Tabelle müssen wir uns auch ihre Unterstützung mit unserer Leistung auf dem Platz erkämpfen“, fordert Pedersen.

Als Maßnahme wird der Kader künftig auf 21 Akteure verkleinert, um effektiver arbeiten zu können. „Einige Akteure, die vornehmlich in der U23 zum Einsatz kommen, werden statt bei uns künftig dort trainieren und zusätzlich unter Markus Unger individuell arbeiten“, erklärt der Däne.
Von seinen Akteuren fordert er im Hinblick auf das kommenden Heimspiel gegen Carl Zeiss Jena „noch mehr von allem“.
Dies gelte insbesondere für die erfahreneren Kräfte im Kader: „Sie machen außerhalb des Platzes sehr gute Arbeit müssen selbst aber auch noch wachsen, um ein Spiegel für die jungen Spieler zu sein.“

Neben der Arbeit am Sportlichen steht für Pedersen auch die Neuausrichtung seines Aufgabenbereiches an: „Ich übernehme gerne mehr sportliche Verantwortung, in den kommenden Tagen werden wir besprechen, wie die optimale Struktur aussehen wird.“

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