• Home
  • > >
  • Eintracht will den Zebras entschlossen begegnen

Eintracht will den Zebras entschlossen begegnen

Trainer Christian Flüthmann zählt die Duisburger zu den Favoriten der Liga

Traumstart in die Saison für Eintracht Braunschweig – Benjamin Kessel bejubelt seinen Treffer in Jena vor den mitgereisten Fans. Foto: Gabor Krieg/imago images

Braunschweig. Eine emotionale Begegnung steht beim morgigen Eintracht-Spiel gegen den MSV Duisburg (13 Uhr) bevor: Torsten Lieberknecht, der 15 Jahre lang als Spieler und Trainer in Braunschweig tätig war, kehrt zum ersten Mal nach dem Zweitligaabstieg 2018 als Trainer an die Hamburger Straße zurück. Im Spitzenspiel trifft er dort mit dem MSV Duisburg als Tabellendritter auf die Elf von Christian Flüthmann, die als einziges Drittligateam die Maximalausbeute von neun Punkten aus drei Spielen vorweisen kann. „Ich freue mich auf Braunschweig, auch wenn ich jetzt als gegnerischer Trainer hinfahre“, erklärte Lieberknecht nach dem 2:0-Heimerfolg gegen Preußen Münster. „Meine drei Kinder sind in Braunschweig zur Welt gekommen, jeder weiß, was ich dort für eine Zeit hatte.“

Ausgerechnet gegen seinen neuen Club hatte der langjährige Eintracht-Coach am 18. März 2017 seinen letzten Sieg mit den Löwen gefeiert, bevor eine Negativserie und der bittere Abstieg beim 2:6 in Kiel sein zuvor äußerst erfolgreiches Wirken beendeten.

Für Christian Flüthmann spielen die Begleitumstände nur bedingt eine Rolle: „Ich freue mich, Torsten kennenzulernen und habe großen Respekt vor dem, was er in Braunschweig gemacht hat. In den 90 oder 95 Minuten während des Spiels ist er aber kein Thema für Eintracht Braunschweig, danach können wir wieder darüber reden.“
Auch die Tatsache, dass insgesamt neun Spieler im Kader stehen, die schon unter Lieberknecht das Eintracht-Trikot trugen, entfaltet für den 37-Jährigen kaum Relevanz: „Das sehe ich nicht als Gefahr. Er weiß, was wir für eine Qualität haben, genauso kenne ja auch den ein oder anderen Spieler von Duisburg.“

Vor Saisonbeginn hatte der neue Eintracht-Trainer die Meidericher zum Favoritenkreis gezählt, was sich durch deren gute Bilanz nach drei Spieltagen als gerechtfertigt herauszustellen scheint: „Nach dem großen Umbruch sind sie schon sehr gut aufgestellt und haben eine große individuelle Qualität in der Mannschaft gerade in der Offensive.“

Doch auch sein Team kann die Partie als Tabellenführer selbstbewusst angehen. Vor allem Entschlossenheit soll seine Mannschaft gegen die Zebras an den Tag legen. „Wichtig ist, sie sowohl unter Druck zu setzen, als auch Kompaktheit herzustellen, um ihnen keine großen Räume zur Entfaltung der individuellen Qualität anzubieten“, so Flüthmann.

Bernd Nehrig kann im Duell mit dem Zweitligaabsteiger wieder mitwirken. Beim 2:0-Erfolg in Jena am Dienstag hatte der Kapitän wegen eines grippalen Infekts gefehlt. „Er ist wieder komplett im Training und steht uns wieder zur Verfügung“, freut sich Flüthmann, der offen lässt, ob er wie gegen die Thüringer mit Fünferkette agieren wird, und ob zum Abschluss der englischen Woche erneute personelle Wechsel bevorstehen: „Ob wir etwas machen werden, wir sehen; wenn, dann aus Überzeugung. Es ist von Woche zu Woche eine knifflige Entscheidung.“ Ausfallen werden die Langzeitverletzten Felix Burmeister und Lasse Schlüter, auch für Leon Bürger und Stefan Fürstner (beide Trainingsrückstand) dürfte ein Einsatz eher unwahrscheinlich sein.

Da Eintracht in der aktuellen Saison nicht für den DFB-Pokal qualifiziert ist, haben Löwen nach der Partie ein pflichtspielfreies Wochenende bevor am 18. August das Auswärtsmatch beim 1. FC Kaiserslautern auf dem Spielplan steht.
Um im Rhythmus zu bleiben, treten die Blau-Gelben in der am kommenden Donnerstag um 16 Uhr auf dem B-Platz am Eintracht-Stadion gegen den Nordost-Regionalligisten VSG Altglienicke an. Geht es nach Christian Flüthmann, soll den Berlinern dann der alte und neue Drittligatabellenführer gegenüberstehen: „Wir hoffen, dass wir sehr positiv in die kleine Pause gehen.“

So könnten sie spielen: Fejzic – Ziegele, Nkansah, Becker – Kijewski (Putaro), Pfitzner, Nehrig, Kessel – Kobylanski, Ademi (Proschwitz), Bär.

^