Eintracht will kompakt stehen | Neue Braunschweiger
22. Februar 2020
Sport

Eintracht will kompakt stehen

3. Liga: Braunschweig heute gegen Würzburg – Vier Akteure kehren in den Kader zurück

Merveille Biankadi (Mitte), der gegen Kaiserslautern ein sehenswertes Tor erzielte, hat gute Chancen auf die Startelf. Foto: imago

Braunschweig. Dreimal blieben die Löwen zuletzt ungeschlagen. Beim heutigen Auswärtsspiel gegen die Kickers aus Würzburg soll die Serie ausgebaut werden. Abermals bietet sich die Gelegenheit, Boden zu den oberen Teams gutzumachen, da Spitzenreiter MSV Duisburg und der Viertplatzierte Waldhof Mannheim zeitgleich aufeinandertreffen.

„Wir stellen uns darauf ein, dass sie mit einer breiten Brust ins Spiel gehen“, erwartet Marco Antwerpen die Würzburger nach ihren zuletzt guten Ergebnissen selbstbewusst: „Wir werden trotzdem versuchen zu bestehen.“ Mit 43 Treffern zählen die Unterfranken zwar zu den torhungrigsten Teams der Liga, kassierten aber ebenso viele Gegentore. Diesem Umstand will Antwerpen in seiner taktischen Herangehensweise Rechnung tragen: „Wir müssen sicher stehen, aber auch mehr Torchancen kreieren und unsere Konterchancen besser nutzen.“

Offen ist, ob die Blau-Gelben abermals mit zwei Angreifern agieren werden. „Die Frage ist, wie hoch geht man ins Risiko“, so der Eintracht-Coach, der sich in Würzburg unter anderem ein 4-4-2, ein 3-5-2 oder eine Variante mit „defensiverer Kompaktheit“ vorstellen könnte. Die Variante mit den Sturmspitzen Nick Proschwitz und Marvin Pourié hatte den 48-Jährigen beim 2:0-Erfolg gegen Kaiserslautern zwar überzeugt, allerdings hält er sie nicht für jedes Spiel geeignet: „Solche Situationen müssen zum Gegner passen, auswärts sind wir darum bemüht, kompakt zu stehen und dem Gegner möglichst wenig anzubieten.“

Ins Aufgebot zurückkehren werden die zuletzt gelbgesperrten Bernd Nehrig und Marcel Bär; Manuel Schwenk und Benjamin Kessel stehen nach auskurierten Verletzungen wieder zur Verfügung. Weiterhin ausfallen werden Danilo Wiebe (Innenbandverletzung), Stephan Fürstner (Muskelfaserriss) und Leandro Putaro, der am vergangenen Dienstag beim 1:1 im Testspiel gegen den Lüneburger SK angeschlagen ausgewechselt werden musste. Leon Bürger, der in der Vorwoche erstmals seit dem Hinrundenspiel gegen Zwickau wieder zum Kader zählte, absolvierte Teile der Restrundenvorbereitung bei den Würzburgern, die letztlich aber von einer Verpflichtung absahen. Sich durch dessen „Insiderwissen“ über mögliche taktische Varianten des Gegners zu informieren, plant Antwerpen jedoch nicht: „Wir haben einen sehr guten Videoanalysten und sind sehr gut vorbereitet.“

So könnten sie spielen: Fejzic – Kijewski, Burmeister, Becker (Ziegele), Kessel – Kammerbauer, Nehrig, Pfitzner – Biankadi, Pourié, Bär (Feigenspan).

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