„Endlich wieder gemeinsam“ | Neue Braunschweiger
17. Juni 2020
Kulturelles

„Endlich wieder gemeinsam“

Der fünfte Lichtparcours ist eröffnet – 15 internationale Künstler lassen ihre Werke leuchten

Eröffnung Lichtparcours in der Bar du Bois im Garten der Musikschule: Kulturdezernentin Dr. Anja Hesse und Oberbürgermeister Ulrich Markurth sprechen vor allem von dem Kunststück, den Lichtparcours unter Coronabedingungen überhaupt an den Start gebracht zu haben. Ihr Dank gilt den Künstlern, den Sponsoren und einem emsigen Team, das über Monate nach dem „Prinzip Hoffnung“ unbeirrt weiter gearbeitet hat. Foto: Bernward Comes.

Braunschweig. „Das hat uns gefehlt“, sagt Oberbürgermeister Ulrich Markurth zur Eröffnung des Lichtparcours, „endlich wieder gemeinsam erleben, diskutieren, staunen und nachdenken.“ Die Erleichterung, dass trotz Corona der 5. Lichtparcours überhaupt realisiert werden konnte, ist ihm und seiner Kulturdezernentin, Dr. Anja Hesse, deutlich anzumerken.

Der Oberbürgermeister formuliert seine Bitte an alle Besucher, sich unbedingt an die Abstandsregeln zu halten. Und wenn möglich, auch einen Mund-Nasenschutz zu tragen. „Achten Sie auf sich, auf andere und auf die Kunstwerke“, sagt Markurth.

Auch Dr. Anja Hesse, Kulturdezernentin und „Mutter des Lichtparcours“, ist voller Dankbarkeit. „Die Künstler haben sich nicht entmutigen lassen und keiner der Sponsoren ist abgesprungen“, freut sie sich. Und sie bedankt sich bei ihrem Team. „Für meine Mitarbeiter war das der mit Abstand anstrengendste Lichtparcours.“ „Und“ fügte sie mit Blick auf den Oberbürgermeister hinzu, „wenn Sie nicht ja gesagt hätten, wäre es nicht gegangen. Danke.“
Im Vorfeld der Expo im Jahr 2000 war die Bitte aus Hannover gekommen, den Gästen aus aller Welt, die auch in Braunschweiger Hotels abstiegen, etwas Besonderes zu bieten. Die Geburtsstundes des Lichtparcours. Hesse und ihr Team haben es geschafft, alle fünf Jahre dieses Spektakel an den Start zu bekommen.

Der aktuelle Parcours schlägt einen Bogen zu den Anfängen. Ganz bewusst stehen die Oker und ihre Brücken im Mittelpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung. 15 Arbeiten, mehr als je zuvor, sind zu bewundern, Skulpturen, Filme, schwimmende und hängende Objekte.

Schon jetzt ein Publikumsmagnet: „Ekstase II“ am Okerhochhaus der TU. Die Künstler Lotte Lindner und Till Steinbrenner haben diese Produktion entwickelt. „Die langsam aber stetig einen schnell fließenden Fluss hinaufrudernde Person im Film Ekstase II verweist auf die Suche nach einem Glücksmoment im stetigen Tun“ – sagt das Programmheft. Die Besucher machen sich dazu ihre eigenen Gedanken. Foto: Jasmin Müller

Das Coronavirus ist auch hier gründlich durch die Planung gefahren, das umfangreiche Begleitprogramm wurde zusammengedampft oder ins Internet verlegt, die offizielle Eröffnung im Garten der Städtischen Musikschule war ein schlichtes „Opening“ mit wenigen Gästen. „Aber ich bin mir sicher, dass die Braunschweiger kommen. Sie werden sich von Corona nicht die Liebe zu ihrem Lichtparcours nehmen lassen“, sagt Hesse.
Alle Infos und das Programm unter www.lichtparcours.de .

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