Endlich wieder in den Playoffs!

Basketball-Bundesliga: Den Löwen gelingen zwei Heimsiege – Jetzt wartet der FC Bayern

Gegen Frankfurt und Bayreuth wieder treffsicher: DeAndre Lansdowne (rechts) setzte seine Wahnsinns-Saison auch am letzten Wochenende der Hauptrunde fort. Foto: SoulClap Media/oh

Braunschweig. Es ist vollbracht! Erstmals seit sieben Jahren gehören die Korbjäger der Löwenstadt wieder zu den besten acht Mannschaften der Basketball-Bundesliga und dürfen folglich in den Playoffs um den Meistertitel mitspielen.

Zwei Heimsiege, am Freitag gegen Frankfurt (95:77) und am Sonntag gegen Bayreuth (100:85), brachten im spannenden Saisonendspurt die Entscheidung zugunsten der Löwen. Gegner im Playoff-Viertelfinale ist der Hauptrunden-Erste und Titelverteidiger Bayern München. Spiel eins findet am Samstag (20.30 Uhr) im Münchner Audi-Dome statt.
Die selbst in Bestbesetzung nahezu unlösbare Aufgabe gegen den Deutschen Meister werden die Löwen ohne ihren Center Scott Eatherton angehen müssen. Kurz vor der Frankfurt-Party am Freitag gab der Klub bekannt, dass sich der zweifache Allstar schon am Wochenende zuvor beim Mitteldeutschen BC einen Teilriss des Quadrizepsmuskels im Oberschenkel zugezogen hatte. Für den 27-jährigen Amerikaner, dessen Vertrag bei den Löwen ausläuft, bedeutet dies das Saisonaus.

Umso beachtlicher war es, wie die Löwen den Ausfall des zweiteffektivsten Spielers der Liga verkrafteten. In beiden Partien, in denen sich die Löwen erst nach der Halbzeitpause so weit von ihren Gegnern absetzen konnten, sprangen andere für den verletzten Eatherton in die Bresche.

Allen voran Christian Sengfelder, der in der kleinen Braunschweiger Aufstellung die Center-Rolle übernahm und seine besten Spiele der Saison absolvierte. Nachdem der Jung-Nationalspieler gegen Frankfurt mit 23 Punkten eine neue persönliche Bestleistung aufgelegt hatte, gelangen ihm zwei Tage später gegen die von Ex-Löwen-Coach Raoul Korner trainierten Bayreuther gleich noch einmal 23 Zähler. „Einfach nur Stolz“, empfand Sengfelder nach dem vollendeten Playoff-Einzug. „Wir haben immer weiter an uns geglaubt und so hart gearbeitet.“

Verlassen konnte sich Löwen-Trainer Frank Menz wie so oft auch auf DeAndre Lansdowne. Mit 24 Punkten gegen Frankfurt und 23 gegen Bayreuth war der drittbeste Scorer der Liga eine Woche nach seinem Fünf-Punkte-Ausrutscher beim MBC wieder in Topform.

Im bevorstehenden Duell mit Liga-Krösus Bayern München ist das Menz-Team nun klarer Außenseiter. Ein Problem gibt es zudem noch um das Löwen-Heimspiel: Am Mittwoch in einer Woche, wenn die Bayern für Spiel zwei nach Braunschweig reisen sollen, ist die VW-Halle belegt. An einer Lösung werde gearbeitet, teilte der Klub am Montag mit.

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