4. September 2021
Sport

Endspiel um den dritten Platz

American Football: Die Lions treffen am Samstag (18 Uhr) im Eintracht-Stadion auf die Cologne Crocodiles

Lions-Receiver Christian Bollmann (r.) erzielte in Potsdam zwei Touchdowns. Foto: F. Uebe/oh

Braunschweig. Mit ganz breiter Brust können die Lions-Footballer am Samstag (18 Uhr, Eintracht-Stadion) in ihr letztes Hauptrundenspiel gegen die Cologne Crocodiles gehen. Den Einzug in die Playoffs haben sie längst eingetütet, und am vergangenen Wochenende gelang ein Auswärtserfolg, der den Braunschweigern auch mit Blick auf die Meisterrunde einen gehörigen Push geben dürfte.

„Der Sieg gegen Potsdam war wichtig für unser Selbstvertrauen und das Momentum“, bewertet Troy Tomlin das verdiente und ungefährdete 35:20, dessen Grundstein in der ersten Halbzeit gelegt worden war (28:6). Auch wenn Tomlin den Revanche-Gedanken eher als nachrangig bezeichnet – der Stachel nach der 3:50-Pleite am 10. Juli gegen die Royals, der höchsten Heimniederlage seit vielen Jahren, muss tief gesessen haben bei Quarterback Jake Kennedy und seinen Mitstreitern.

Viel wichtiger als ein einzelnes Spiel ist Tomlin aber die Entwicklung, die seine Mannschaft in den vergangenen Monaten durchgemacht hat. „Wir haben gemerkt, dass wir jede Woche etwas verbessert haben. An diesem Momentum wollen wir weiter arbeiten, so dass wir in den Playoffs hoffentlich in Topform sind“, erklärt der US-Amerikaner.

Geholfen haben dem deutschen Rekordmeister natürlich auch das gute Dutzend Verstärkungen, das im Laufe der Saison nachverpflichtet wurde. „Wir hatten schon einen ganz guten Nukleus“, betont Tomlin. Mit den Ergänzungen hätte man dann einige Schlüsselpositionen besonders in der Tiefe weiter verstärkt. Den Effekt sah man auch im Rückspiel in Potsdam, wo nicht nur der Wide-Receiver-Routinier Christian Bollmann, sondern auch der nachverpflichtete Runningback CJ Okpalobi zwei Touchdowns der Lions vollendete. Außerdem hatte es Tight End Fabian Rolfes in die Potsdamer Endzone geschafft.

Trotz des vorzeitigen Playoff-Einzugs geht es gegen Köln nun noch um viel – genau genommen um den dritten Platz. Den belegen derzeit die Lions, die allerdings punktgleich mit den Crocodiles sind. Einen Wunsch- oder Angstgegner im Süden gibt im Hinblick auf die Playoffs zwar nicht, verrät Tomlin, aber „wir wollen im Norden natürlich den besten Platz holen, der möglich ist“.

Nach aktuellem Stand würden die Lions in der ersten Playoff-Runde zum Süd-Zweiten, den Saarland Hurricanes reisen. Zunächst aber möchte Tomlin den Schwung aus dem Potsdam-Spiel mitnehmen, um den Fans im Eintracht-Stadion einen überzeugenden Sieg zum Abschluss der Hauptrunde zu präsentieren. Das Hinspiel in Köln ging mit 43:28 an die Lions.

Auch interessant