7. März 2015
Sportliches

Enttäuschende Vorstellung von Eintracht

2. Fußball-Bundesliga: Team von Trainer Torsten Lieberknecht verliert das Heimspiel gegen den FC St. Pauli mit 0:2.

Enttäuscht: Eintracht-Trainer Torsten Lieberknecht (l.), Marcel Correia, Dennis Kruppke. Foto: SH

Von Elmar von Cramon, 07.03.2015.

Braunschweig. Eine verdiente 0:2-Heimniederlage kassierten Eintrachts Zweitliga-Fußballer vor ausverkauftem Haus im Nordderby gegen den FC St. Pauli. Vier Tage nach dem 0:2 gegen Bayern München boten die Löwen eine enttäuschende Vorstellung. Tugenden wie Zweikampfstärke und Einsatzwillen gingen den Braunschweigern vollkommen ab und paarten sich mit Ideenlosigkeit im Aufbauspiel. Die Gäste brachten ihren überlebensnotwendigen Sieg durch Treffer von Gonther (26.) und Sobiech (65.) letztlich sicher nach Hause und schöpfen wieder neue Hoffnung im Existenzkampf.

„Das Bissige und Aggressive war ausschlaggebend dafür, dass St. Pauli heute gewonnen hat, davon war auf unserer Seite nichts zu sehen. Letztlich ist es so, dass wir all das was wir uns vorgenommen haben zu keiner Sekunde umsetzen konnten“, nahm Torsten Lieberknecht kein Blatt vor den Mund, gab sich gleichzeitig aber auch eine Teilschuld an der Heimniederlage: „Es ist wohl so, dass ich nicht die richtigen Worte gewählt habe, sonst hätte ich eine bissigere Mannschaft gesehen. Ich nehme die Niederlage deshalb ein Stück weit auf meine Kappe.“
Dabei hatten die Löwen durchaus druckvoll begonnen: Der wiedergenesene Havard Nielsen steckte für Emil Berggreen durch, doch ein Hamburger Abwehrspieler klärte in letzter Sekunde zur Ecke (3.). Auf der Gegenseite flog ein Freistoß von Sebastian Maier deutlich über das Eintracht-Tor. Eintracht kam kurz darauf zur nächsten Chance, als Berggreen eine Hereingabe von Benjamin Kessel mit dem Rücken zum Tor gefährlich aufs Tor köpfte (9.).
Danach entwickelter sich ein munterer Schlagabtausch ohne größere Gelegenheiten, Ken Reichel versuchte es aus der Distanz, der Ball flog jedoch deutlich vorbei (21.). Aus dem Nichts heraus gingen die Gäste in Führung. Nach einer Ecke köpfte Sören Gonther den Ball aufs Tor, der sprang Rafal Gikiewicz gegen die Hand und von da aus ins rechte Toreck (26.).
Das Spiel war in der Folge von vielen Unterbrechungen und spielerischer Magerkost geprägt, erst kurz vor der Pause gab es die nächste Chance zu verzeichnen, als Lennart Thy aus aussichtsreicher Position an Gikiewicz scheiterte (38.) und Kessel auf der Gegenseite Pauli-Keeper Robin Himmelmann prüfte (42.).
Mit etwas mehr Schwung kamen beide Teams aus der Pause: Zuerst parierte Himmelmann gegen Omladic (47.), dann zirkelte Maier den Ball rechts am Löwen-Tor vorbei (51.). Mit einem langen Pass hebelten die Gäste die Eintracht-Abwehr aus, Thy überlupfte Gikiewicz, doch Correia klärte den Ball vor der Torlinie (54.).
Bei Eintracht versuchte immer wieder Omladic das Spiel anzukurbeln, scheiterte selbst aber mit einem Versuch aus der Distanz (61.). Eintracht verfügte zu diesem Zeitpunkt über 70 Prozent Ballbesitz, doch das nächste Tor fiel erneut auf der Gegenseite: Ein Freistoß von Dennis Daube segelte in den Strafraum, wo Lasse Sobiech mit einem Kopfball aus fünf Metern erfolgreich war (65.). Eintracht baute seine Angriffe in der Folge weiterhin zu umständlich auf, einzig der eingewechselte Hendrick Zuck kam aus halblinker Position zum Torschuss, den Himmelmann aber ohne Probleme meistern konnte (69.), genauso wie einen harmlos getretenen Freistoß von Omladic (74.) und einen letzten Abschluss von Julius Düker (86.).
Begleitet von den Pfiffen der Eintracht-Anhänger verließen die Blau-Gelben nach dem Schlusspfiff sichtlich geknickt das Spielfeld.
Mannschaft: Gikiewicz – Reichel, Correia, Decarli, Kessel (59. Hedenstad) – Boland, Hochscheidt (59. Zuck), Omladic – Nielsen, Berggreen (70. Düker).

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