14. Februar 2022
Natur

Erde ernten – und sich nicht über den Maulwurf ärgern

Im naturnahen Garten ist er willkommen

Maulwurf am Werk: So sieht es aktuell auch auf unserer Schafweide aus. Foto: Pixabay

Region. Quasi über Nacht schießen Pilze aus dem Boden – und Maulwurfshügel. Nach Jahren ohne „Buddler“ haben wir jetzt einen besonders fleißigen Vertreter dieser Spezies. Die Schafe staunen, was aus ihrer Weide geworden ist. Sie ähnelt aktuell mehr einem Kartoffelacker.

Während die stolzen Besitzer einer makellosen Rasenfläche bei solch subversivem Tun rot sehen, freue ich mich über den Neubewohner, der mir sagt, dass hier das Leben unter der grünen Grashalmdecke tobt.
Maulwürfe stehen unter Artenschutz und dürfen deshalb weder gestört, noch gefangen oder gar getötet werden. Die Hügel entstehen aus dem Erdaushub, der beim Graben ihrer Tunnel anfällt. Auch gelangt über sie Luft in die Erdgänge. Maulwürfe sind reine Fleischfresser, Wurzeln nagen sie niemals an.

Die Hügel einzustampfen, macht keinen Sinn. Die Erde zu „ernten“ und später mit gebrauchter Blumenerde und Kompost zu vermischen schon. So kommt man gut und günstig zu wunderbarer Kübelerde, ohne auf irgendwelche Torfsubstrate zurückgreifen zu müssen. In diesem Sinn: Auf gute Nachbarschaft!

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