17. April 2021
Sport

Erst der Triumph, dann die Deklassierung

Basketball: Löwen zeigen gegen zwei Topgegner ihre beiden Gesichter

Luc van Slooten (l.) wird heute 19 Jahre alt. Foto: Simka/imago

Braunschweig. Für die Basketball Löwen, die das jüngste Team in der Bundesliga aufbieten, sind Spiele gegen Spitzenmannschaften besonders wertvoll. So auch in der vergangenen Woche, als am Sonntag zuerst der FC Bayern München und zwei Tage später die Riesen Ludwigsburg die Talentschmiede von Trainer Pete Strobl auf Herz und Nieren prüften.

Die Ergebnisse hätten unterschiedlicher kaum sein können. Bei den Münchnern, die gerade erst den Einzug in die Playoffs der Euroleague hatten feiern dürfen, gelang den Braunschweigern, angeführt vom unermüdlichen Karim Jallow (24 Punkte), ein 85:83 (37:38)-Coup. Am Dienstag dann, gegen den souveränen BBL-Tabellenführer aus der Barockstadt bei Stuttgart, kamen die Löwen in der VW-Halle übel unter die Räder. Das 71:107 (42:60) bedeutete für den Tabellenzwölften die heftigste Niederlage in dieser Bundesliga-Saison und erinnerte an die ebenfalls deutliche 57:91-Packung in Ulm nur acht Tage zuvor.
Der zehrende Spielplan mag dabei durchaus eine Rolle gespielt. „Die Busfahrten sind schon anstrengend. Besonders, wenn man irgendwann mitten in der Nacht wiederkommt und nicht seinen gewohnten Schlaf bekommt“, deutete Löwen-Flügel Luc van Slooten schon vor der Ludwigsburg-Partie an, dass 48 Stunden zum Regenerieren zu wenig sein könnten.

Van Slooten, der heute seinen 19. Geburtstag feiert, betonte aber auch, dass Partien gegen die Liga-Schwergewichte ungeachtet der Resultate eine große Bedeutung haben. „Es macht immer Spaß, gegen die besten Teams zu spielen“, findet der 2,02 Meter große Rohdiamant mit dem starken Dreipunktewurf, „es hilft einem weiter und man guckt sich von anderen Spielern auch viel ab.“ Der gebürtige Vechtaer möchte selbst irgendwann einmal in der stärksten Liga Europas, der Euroleague spielen: „Ob oder wann ich es auf dieses Level schaffe, liegt an mir und wie hart ich daran arbeite.“
Van Slooten und seine Löwen erhalten wegen des Pokal-Top-Four am Wochenende nun erstmal eine längere Verschnaufpause. Die nächste Chance, viel zu lernen, gibt es dann am Donnerstag – beim Tabellenzweiten Alba Berlin.

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