Erste Kontakte sind geknüpft

Sporthalle Watenbüttel wird als kommunale Erstaufnahme für 108 Flüchtlinge hergerichtet.

Die Unterbringung in den Erstaufnahmen ist spartanisch.

Von André Pause, 13.02.2016.

Braunschweig. Die Handwerker erledigen noch die letzten Handgriffe, dann ist die Sporthalle in Watenbüttel als zweite kommunale Erstaufnahme so weit hergerichtet. Bis zu 108 Menschen können hier schon bald vorübergehend zu Hause sein, bereits am Montagmorgen werden die ersten 30 Flüchtlinge in der Halle an der Bundesallee erwartet.

„Anders als in der Naumburgstraße, wo am 11. Januar die erste Zuweisung erfolgte, werden hier vor allem Familien mit Kindern untergebracht sein, aber auch Einzelreisende aus LABs in ganz Niedersachsen – eine bunte Mischung“, erzählt Brigitte Finze-Raulf vom Fachbereich Soziales und Gesundheit der Stadt.

Die Halle ist in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt. Sichtgeschützte Einheiten mit Etagenbetten und Spinden gibt es, einen separaten Spielbereich mit Linoleumboden für Kinder, einen Wäscheraum sowie einen Küchenbereich. „Etwas komfortabler als in anderen Hallen ist zudem die Situation, was die sanitären Einrichtungen anbelangt. Umkleide und Duschen in der Halle sind für Damen und Herren getrennt, im Container davor ist es genauso“, skizziert Finze-Raulf. Der Betreuungsschlüssel in Watenbüttel liegt etwa bei eins zu 100. Neben einer zuständigen Sozialpädagogin werden noch eine Verwaltungskraft, ein Hausmeister, eine Reinigungskraft und der 24-Stunden-Sicherheitsdienst vor Ort sein. Zweimal pro Woche gibt es eine ärztliche Sprechstunde. „In der Naumburgstraße haben wir mit diesem Modell bislang nur gute Erfahrungen gemacht“, so Finze-Raulf. „Es kommt immer darauf an, wie man den Menschen entgegentritt. Ärger hat es bislang keinen gegeben. Die Leute vor Ort sind allerdings auch alle LAB-erfahren.“

Im Stadtteil selbst wurden vom Fachbereich bereits Kontakte zur Kirchengemeinde aber auch zu anderen Einrichtungen geknüpft, um eine möglichst reibungslose Integration zu gewährleisten.

437 Flüchtlinge werden bis Ende März in Braunschweig sein. Weitere Erstaufnahmen entstehen derzeit an der Nibelungenschule und in der Moselstraße. Für die Zeit danach warten Brigitte Finze-Raulf und ihre Kollegen auf die nächsten Zuweisungszahlen. Nach Immobilien zur Unterbringung werde unterdessen weiter gesucht – bis die Standorte der Phase Zwei des Unterbringungskonzeptes fertig sind.

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