6. März 2015
Sportliches

„Erwarte intensives Kampfspiel“

2. Fußball-Bundesliga: Eintracht erwartet heute um 13 Uhr im Stadion den FC St. Pauli.

Stemmte sich mit aller Kraft gegen die Niederlage im Hinspiel: Mirko Boland. Foto: Hübner

Von Elmar von Cramon, 06.03.2015.

Braunschweig. Nach dem sehr guten Auftritt in der Pokalpartie beim Rekordmeister FC Bayern tritt Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig heute um 13 Uhr im Stadion zum Nordduell gegen den FC St. Pauli an. Während beide Teams in diesem Jahr noch auf den ersten Sieg warten, wird es für die Kiezkicker in Sachen Abstieg langsam eng: Vier Zähler trennen den Klub bereits vom rettenden Ufer.

„Wir haben nicht lange Zeit, uns zu erholen“, erklärte Torsten Lieberknecht nach dem 0:2 in München. „Ich habe eine Mannschaft gesehen, die mit guten Kickern bestückt ist“, lobt der 41-Jährige die Hamburger, beobachtete beim 1:3 gegen Aue aber auch, dass der Abstiegskampf mental nicht spurlos am Team von Trainer Ewald Lienen vorübergeht: „Ich habe auch gesehen, dass eine wahnsinnig verunsicherte Mannschaft auf dem Platz stand.“
Weiterhin hofft er, dass sein Team mit ähnlicher Leidenschaft wie in den vergangenen beiden Ligaspielen zu Werke geht, um endlich den ersten dreifachen Punktgewinn des Jahres zu feiern: „Wenn es uns gelingt, diese Leidenschaft zu entwickeln, bin ich mir ziemlich sicher, dass wir dieses Spiel auch gewinnen werden“, gibt sich Lieberknecht optimistisch. Allerdings soll mehr Zielstrebigkeit im Offensivspiel her. Im jüngsten Heimspiel gegen Leipzig war den Braunschweigern trotz vieler Torchancen nur ein Treffer gelungen.
Angesichts der Tatsache, dass der Gegner im Abstiegskampf den Anschluss zu verlieren droht, rechnet Lieberknecht mit einem „intensiven Kampfspiel“ gegen den Tabellenletzten: „Der Gegner muss heute fast die letzte Chance ergreifen, um nicht ganz abzurutschen. Sie werden sich deshalb engagiert zeigen. Wenn wir das auch tun, wird es ganz sicher kampfbetont.“
Offen ist, ob Havard Nielsen in den Kader zurückkehren kann. Der Torjäger weist nach seinem Muskelfaserriss noch Trainingsrückstand auf: „Wir werden abwarten, wie er sich fühlt, eine Option ist er definitiv“, so Lieberknecht.
Emil Berggreen hat seinen grippalen Infekt überstanden und könnte wieder mitwirken. Offen ist, ob Hendrick Zuck und Raffael Korte wieder zur Verfügung stehen. Beide brachten Blessuren aus der bayrischen Landeshauptstadt mit nach Braunschweig, deshalb steht ihr Einsatz auf der Kippe. Ausfallen werden auf alle Fälle Dennis Kruppke (Knie-OP), Marc Pfitzner (Zerrung) und der langzeitverletzte Torsten Oehrl.
So könnten sie spielen: Gikiewicz – Reichel, Dogan (Correia), Decarli, Kessel – Boland, Vrancic – Hochscheidt, Omladic, Heden-stad – Berggreen (Nielsen).

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