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Es gibt kein „genug“für Stellplätze

Die Fahrradständer am Bahnhof reichen nicht aus ­– Auch die Nachrüstungen sind völlig belegt

Wenn eins fällt, fallen die Nachbarn mit: Für viele Fahrräder gibt es am Bahnhof keine Fahrradständer. Sie stehen frei und kippen dadurch leicht um. Die Stadt setzt auf eine Lösung bei der Neuplanung des gesamten Areals. Foto: Ingeborg Obi-Preuß

Bebelhof. Wer zuletzt kommt, den beißen die berühmten Hunde. Am Bahnhof bedeutet das: alle Fahrradständer belegt.

„Wildparken“ ist angesagt. Mit der Folge, dass die Räder bei Wind umkippen und in einer Kettenreaktion ihre Nachbarn gleich mitreißen. Dabei hat die Stadt erst im vergangenen Sommer nachgerüstet – rund 300 neue Stellplätze, aber „hier gibt es einfach kein genug“, sagt Klaus Benscheidt.

Der Leiter des Fachbereichs Tiefbau und Verkehr kennt das Problem zu gut. „Eigentlich eine super Entwicklung“, freut er sich, „immer mehr Menschen fahren Bahn und kommen mit dem Fahrrad zum Bahnhof.“ Laut einer Untersuchung, die die Stadtverwaltung vor ein paar Jahren in Auftrag gegeben hatte, fehlen mehr als 1000 Stellplätze, Tendenz steigend.

Für das gesamte Areal ist ein großer Planungswettbewerb in Vorbereitung, „da wird dann auch nach einer grundsätzlichen Lösung für das Fahrradthema gesucht“, erklärt Benscheidt.

Für die Zwischenzeit hat sein Fachbereich auf den Verkehrsinseln vor dem Bahnhof Fahrradständer aufgebaut, die mittlerweile ebenfalls fast immer belegt sind. Auch der neue Abstellplatz am Fernbusterminal wird gut angenommen. „Ich kann noch die AWO-Fahrradstation empfehlen“, sagt Benscheidt, „da stehen die Räder trocken, sind bewacht und es sind auch noch Plätze frei.“

Eines ist klar: Ein zentrales Parkhaus macht wenig Sinn. „Die Menschen kommen aus verschiedenen Richtungen, wir brauchen rund um den Bahnhof Fahrradständer.“ An der Südseite zumindest ist ein zusätzlicher überdachter Stellplatz bereits geplant.

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