6. März 2021
Sport

Fejzic: „Wir haben uns stabilisiert“

Eintracht erwartet Sandhausen – Meyer-Elf in 2021 fünfmal ohne Gegentor

Jasmin Fejzic ist ein sicherer Rückhalt für die Mannschaft. Foto: Susanne Hübner/imago images

Braunschweig. Für Eintracht geht die Serie von „Sechs-Punkte-Spielen“ gegen direkte Konkurrenten weiter, wenn morgen um 13.30 Uhr im Eintracht-Stadion der SV Sandhausen zu Gast ist. Die Kurpfälzer stehen nach ihrem 3:0-Erfolg gegen den VfL Osnabrück nur aufgrund der besseren Tordifferenz einen Zähler vor den Löwen.

Für die Mannschaft von Daniel Meyer könnte die Begegnung ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zum Klassenerhalt werden. Zuletzt blieb die Mannschaft zweimal ohne Gegentreffer und erwartet mit Sandhausen das schlechteste Auswärtsteam.

„Wir sind gut in die entscheidenden Wochen gestartet, in denen es gegen direkte Konkurrenten geht. Jetzt heißt es genauso weiterzumachen“, freut sich Eintracht-Torhüter Jasmin Fejzic über die zuletzt gute Bilanz, die er gegen die Mannschaft aus Süddeutschland gerne ausgebaut sehen würde. Dennoch erwartet der Routinier einen intensiven Fight gegen den „Dorfclub“, der gegen Osnabrück zwar einen Befreiungsschlag landen konnte, in dieser Spielzeit insgesamt aber deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurückbleibt: „Wir haben ein Heimspiel, das wir um jeden Preis gewinnen wollen und werden alles raushauen. Es gilt zunächst in der Abwehr eine Basis zu schaffen; vorne sind wir immer für einen Treffer gut“, so der 34-Jährige.

Fünfmal blieb der Routinier seit Jahresbeginn ohne Gegentreffer, eine Bilanz, die aus seiner Sicht vor allem durch die neuformierte Abwehr und einer sich daraus ergebenden größeren Eingespieltheit resultiert: „Wir müssen im Abwehrbereich nicht mehr so oft rotieren wie vor der Winterpause, sodass unsere etatmäßigen Sechser Jannis Nikolaou und Dominik Wydra jetzt auf ihrer eigentlichen Position spielen können. Zudem kamen mit Brian Behrendt und Oumar Diakhite neue Abwehrspieler dazu, die ihre Sache bislang sehr gut machen“, findet Fejzic, der weitere „Zu-Null-Spiele“ als Basis für den Klassenerhalt erachtet. „Wir haben uns stabilisiert. Allerdings sollten wir auch Tore schießen, andauernd 0:0 zu spielen wird kaum reichen“, schmunzelt der Bosnier, der in dieser Spielzeit in 16 Partien zum Einsatz kam.

Ein Szenario wie 2018, als er mit den Löwen am letzten Spieltag den bitteren Weg in die Drittklassigkeit gehen musste, erwartet er in dieser Spielzeit nicht: „Das war damals eine ganz spezielle Situation, auch weil 39 Punkte davor immer zum Klassenerhalt gereicht haben. In dieser Saison stehen genügend erfahrene Spieler auf dem Platz, die wissen wie sie mit der Situation umgehen müssen und die weniger erfahrenen Spieler mitziehen können.“

Der Vertrag des ehemaligen bosnischen Nationalspielers läuft am Saisonende aus. Insgesamt sieben Jahre hat er mit zwei Unterbrechungen bei den Löwen gespielt und hätte wohl nichts gegen einen Verbleib an der Hamburger Straße. „Wir sind in Gesprächen, demnächst wird sich alles klären“, erklärt Fejzic, der eine einsatzabhängige Option auf eine Vertragsverlängerung besitzt und am Wochenende sein 171. Punktspiel für Eintracht absolvieren wird, in dem neben dem gelbgesperrten Wydra auch Niko Kijewski (Reha nach Kreuzbandriss) fehlen wird.

So könnten sie spielen: Fejzic – Klaß, Diakhite, Behrendt, Wiebe – Nikolaou, Ben Balla (Kammerbauer) – Kroos – Ji (Bär), Proschwitz, Kaufmann

 

Der Gegner

Erneut Trainerwechsel in Sandhausen

Im Abstiegskampf lässt der SVS nichts unversucht und wechselte vor drei Wochen erneut den Trainer. Beim wichtigen 3:0-Erfolg über den VfL Osnabrück konnte der neue Übungsleiter Gerhard Kleppinger in seinem zweiten Spiel als Nachfolger von Michael Schiele den ersten dreifachen Punktgewinn einfahren. Dieser hatte erst Ende November Uwe Koschinat als Übungsleiter abgelöst, musste seinen Platz auf der Trainerbank nach nur 10 Punkten in 14 Begegnungen aber wieder räumen.
Bislang zeigt sich der langjährige Zweitligist vor allem in der Fremde wenig stabil. Mit nur einem Sieg aus 11 Spielen stellt der SVS das schwächste Auswärtsteam, obwohl zahlreiche bundesligaerfahrene Kräfte wie Dennis Diekmeier, Diego Contento oder Alexander Esswein im Kader stehen. Im Winter hatte sich das Personenkarussell bei den Kurpfälzern auch nochmals gedreht. Keeper Stefano Kapino wurde von Werder Bremen ausgeliehen, außerdem kamen Jannik Bachmann(1. FC Kaiserslautern) und Nikolaos Zografakis (VfB Stuttgart II). In Braunschweig mit dabei sein könnte Ex-Löwe Julius Biada, der von 2016 bis 2018 an der Hamburger Straße unter Vertrag stand und in 32 Spielen drei Treffer erzielte.

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