• Home
  • > >
  • Fireballs-Rückzug hilft der Eintracht

Fireballs-Rückzug hilft der Eintracht

Basketball: In der Damen-Bundesliga empfängt Lionpride heute um 18 Uhr Chemnitz

Lionpride-Aufbauspielerin Shawnté Goff (links) stieß erst Ende Oktober zum Team, hat aber bereits die ihr zugedachte Führungsrolle eingenommen. Foto: Susanne Hübner

Wolfenbüttel. Im Kellerduell der Damen-Basketball-Bundesliga trifft das Team von Eintracht Lionpride am heutigen Samstag (18 Uhr, Lindenhalle Wolfenbüttel) mit den Chemcats Chemnitz auf einen direkten Kontrahenten. Mit einem Sieg könnten die Löwinnen einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Überschattet wird der zehnte Spieltag von einer Nachricht, die am Donnerstag die Liga schockte: Die Fireballs Bad Aibling, bis dahin Zehnter der Zwölferstaffel und punktgleich mit dem Eintracht-Team, hat sich mit sofortiger Wirkung aus dem Spielbetrieb verabschiedet. Die „vielen Verletzungen und Herausforderungen im Management“ hätten zu diesem schweren Schritt geführt, teilte der Verein auf seiner Homepage mit.

Eintracht-Coach Peter Kortmann sieht den überraschenden Rückzug der Oberbayern im Hinblick auf den Abstiegskampf pragmatisch. „Jetzt müssen wir nur noch ein Team hinter uns lassen. Das sollte uns die Aufgabe ein bisschen leichter machen“, glaubt der Trainer, der selbst schon einige Monate in Bad Aibling tätig war. Eine weitere, eher nicht so schöne Folge: Das Eintracht-Heimspiel gegen die Süddeutschen am 22. Dezember in der Sporthalle Alte Waage wird nicht stattfinden.

In der Tabelle hat das Verglühen der Fireballs schon jetzt konkrete Auswirkungen. Dadurch, dass alle Partien der Süddeutschen aus der Wertung genommen werden, haben nun sechs Bundesligisten einen Sieg weniger auf dem Konto. Göttingen und Saarlouis, zuvor mit einem Erfolg mehr als die Blau-Gelben, sind dadurch nun punktgleich, der heutige Gegner Chemnitz hat plötzlich nur noch einen Sieg und übernimmt die Rote Laterne von der Eintracht. „Wenn wir gegen Chemnitz gewinnen, könnten wir uns damit auf zwei Siege vom einzigen verbleibenden Abstiegsplatz davonmogeln“, betont Kortmann die Bedeutung der Partie in der Lindenhalle.

Und das könnte durchaus gelingen, denn durch den ersten Auswärtssieg der Saison haben Maggie Mulligan, Matilda Claesson und Co. viel Selbstvertrauen getankt. Zumal der Austausch der Aufbauspielerin bereits Früchte trägt: Shawnté Goff führte ihr Team mit 21 Punkten und einer ganz starken zweiten Halbzeit zum 66:62 in Nördlingen. „Sie hat uns den entscheidenden Kick gegeben“, sagt Kortmann, der die hohe Qualität der Amerikanerin auf beiden Seiten des Spielfeldes zu schätzen weiß.

^