Flüthmann fordert Konstanz

Eintracht: Fürstner fällt bis Jahresende aus – Becker und Fejzic kehren zurück

Orhan Ademi, hier beim letzten Heimspiel gegen Duisburg, hat letztes Jahr noch in Würzburg gespielt und kennt die Mannschaft gut. Foto: Susanne Hübner/imago images

Braunschweig. Nach dem furiosen Auswärtssieg beim 1. FC Kaiserslautern wollen die Löwen heute auch vor heimischem Publikum gegen Kickers Würzburg (Anstoß 13 Uhr) erfolgreich sein. Vor der Partie gab es für die Löwen jedoch eine schlechte Nachricht: Routinier Stephan Fürstner fällt mit einem Muskelteilabriss im Oberschenkel für den Rest des Kalenderjahres aus.

„Das letzte Heimspiel gegen Duisburg war nicht das, was wir spielen wollten, auswärts haben wir mit dem zweiten ‘zu null’ in Folge aber eine deutliche Reaktion gezeigt“, hofft der Eintracht-Trainer, dass der 3:0-Erfolg in der Pfalz seine Mannschaft heute zu ähnlichen Leistungen anspornt und das Team auch vor heimischer Kulisse Konstanz entwickelt. Der 37-Jährige möchte die Quote von vier Heimsiegen aus der Vorsaison verbessern, weiß aber, dass nicht jedes Heimspiel mit einem dreifachen Punktgewinn enden kann: „Das Thema „Heimmacht“ sprechen wir nicht jede Woche an. Wichtig ist, dass wir eine Leistung auf den Platz bekommen, die uns alle zufriedenstellt.“

Während seine Mannschaft in der Spitzengruppe mitspielt, schwanken die Leistungen der Würzburger nach fünf Partien noch deutlich. Vom durchwachsenen Start des Gegners will er sich keinesfalls beeinflussen lassen: „Es ist die dritte Saison, in der sie so starten. Die Qualität entspricht nicht dem, wo sie stehen, es ist eine sehr ausgeglichene Mannschaft.“
Besonders beim knappen Pokalaus gegen Hoffenheim habe man dies laut Flüthmann beobachten können. Die Mannschaft von Michael Schiele hatte gegen den Bundesligisten einen 0:2-Rückstand wettgemacht und war erst im Elfmeterschießen gescheitert: „Sie kommen langsam in Fahrt und das merkt man auch.“

Mit Orhan Ademi steht bei den Löwen ein ehemaliger Würzburger unter Vertrag, der seinem Trainer im Vorfeld die ein oder andere Information über die Rot-Weißen liefern konnte „Natürlich fragt man da auch mal nach“, so Flüthmann, der offen lässt, ob der Angreifer gegen seine ehemaligen Teamkollegen in der Startelf stehen wird.

Stephan Fürstner wird hingegen mehrere Monate auf seinen Einsatz warten müssen. Der Routinier, der verletzungsbedingt die gesamte Vorbereitung verpasst hatte, verletzte sich im Rehatraining erneut und fällt bis zum Jahresende aus. „Es ist für uns sehr schade, weil er der Mannschaft sportlich und als Persönlichkeit immer weiterhelfen kann“, bedauert Christian Flüthmann vor der Partie gegen die Franken, für die die Löwen Robin Becker und Jasmin Fejzic wieder zur Verfügung stehen: „Robin ist ein Kandidat für die Startelf. Auch Jasi wird spielen, wenn er das Signal gibt, zu einhundert Prozent fit zu sein.“

Auf der rechten Außenverteidigerposition, wo Alfons Amade nach seiner Einwechslung ein starkes Debüt feiern konnte, ist hingegen kein Wechsel geplant: „Benni Kessel hat dort bis zu seiner Auswechslung ein überragendes Spiel mit vielen Flanken gezeigt.“

So könnten sie spielen: Fejzic (Engelhardt) – Kijewski, Nkansah (Ziegele), Becker, Kessel – Nehrig, Pfitzner – Kobylanski – Feigenspan (Putaro), Proschwitz (Ademi), Bär

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