Flüthmanns Taktik geht voll auf

Deutlicher 3:0-Erfolg in Kaiserslautern - Amade überzeugt bei Debüt

Nick Proschwitz trifft per Elfmeter zum 0:3 in Kaiserslautern. Foto: Jan Huebner/imago images

Braunschweig. Mit zufriedenen Gesichtern kehrten die Löwen vom Gastspiel in der Pfalz zurück. Mit einem deutlichen 3:0-Erfolg bei Pokalschreck 1. FC Kaiserslautern untermauerte die Elf von Christian Flüthmann ihre Ambitionen oben mitzuspielen und zeigte sich im Vergleich zur Heimniederlage gegen Duisburg trotz mehrerer Ausfälle deutlich verbessert.

„Wir haben versucht, genau die Räume zu bespielen, die Kaiserslautern uns angeboten hat, das ist voll aufgegangen“, freute sich Eintracht-Trainer Christian Flüthmann über den vierten Sieg im fünften Punktspiel, der die Blau-Gelben vor dem Heimspiel gegen Würzburg am kommenden Samstag auf den Relegationsrang hievte.

Vor allem das „goldene Händchen“ des 37-Jährigen hatte dem Spiel die entscheidende Wende in einem zuvor ausgeglichenen Spiel gegeben. Sowohl Alfons Amade als auch Danilo Wiebe und Leandro Putaro hatten nach ihren Einwechslungen maßgeblichen Anteil am dreifachen Punktgewinn.

Debütant Amade, der für den verletzten Benjamin Kessel in die Partie gekommen war, flankte 20 Minuten vor Schluss präzise auf den Kopf von Mike Feigenspan, der den Ball zur Löwen-Führung im FCK-Gehäuse unterbrachte (71.). Weitere fünf Minuten später sorgten die beiden anderen Einwechselspieler für die Entscheidung; Wiebe spielte einen Traumpass in die Tiefe auf Putaro, der FCK-Keeper Lennart Grill eiskalt überwinden konnte (76.). „Benny musste verletzungsbedingt raus; außerdem wussten wir, dass wir mit Danilo jemanden haben, der ein bisschen Fußball spielen kann, im Zentrum die Bälle hält, aber auch Pässe spielen kann. Man weiß aber nie, ob die Wechsel wirklich greifen, dass es so aufging, ist umso schöner“, so der Coach, der anschließend noch beobachten durfte, wie Nick Proschwitz nach einem Handspiel von José Matuwila per Elfmeter zu seinem ersten Saisontreffer kam (79.). Zwar war nach der Auswechslung von Marc Pfitzner eigentlich Martin Kobylanski als Elfmeterschütze festgelegt, dieser verzichtete jedoch darauf, um dem 32-Jährigen zu seinem ersten Punktspieltreffer im Eintracht-Trikot zu verhelfen. „Es ist ein Zeichen, dass der Zusammenhalt da ist und es nicht um Egoismus geht“, so Flüthmann, dem der „Alleingang“ seiner beiden Offensivleute nichts ausmachte: „Martin hat Größe gezeigt, weil er wusste, dass Nick ein Erfolgserlebnis gebraucht hat.“ Gleichzeitig erhofft er sich davon einen Schub für den zuvor glücklosen Proschwitz: „Das kann viel bewirken, auch wenn er sich darauf nicht ausruhen kann.“

Selbstvertrauen dürfte auch Marcel Engelhardt getankt haben, der für den grippekranken Jasmin Fejzic zwischen den Pfosten stand, der ebenso wie Robin Becker (Schleimbeutelentzündung im Knie) kurzfristig ausgefallen war. Wie schon bei seinem Saisondebüt gegen Magdeburg gab sich der zweiten Mann im Tor der Löwen keine Blöße und hinterließ einen sicheren Eindruck. „Es zeigt, dass wir in der Breite gut besetzt und alle motiviert sind, wenn sie ihre Chance bekommen“, lobt Flüthmann den 25-Jährigen.

Statistik

Mannschaft: Engelhardt (2) – Kijewski (3), Nkansah (3), Ziegele (2,5), Kessel (3) – Pfitzner (3), Nehrig (3,5) – Kobylanski (3) – Feigenspan (2,5), Proschwitz (3), Bär (3).
Eingewechselt: 52. Amade (2,5) für Kessel; 58. Wiebe (2,5) für Pfitzner; 71. Putaro (-) für Feigenspan.
Tore: 0:1 (71.) Feigenspan (Vorarbeit Amade); 0:2 (76.) Putaro (Wiebe); 0:3 (79.) Proschwitz (Handelfmeter).
Zuschauer: 20 494
Gelbe Karten:

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