Frauen drehen andere Filme

33. Braunschweiger Filmfestspiele: „Tilda“ wird heute verliehen

Ein Teil der 60 Tilda-Frauen beim Empfang im Landesmuseum. Yasemin Rittgerott/BIFF

Innenstadt. Bei den Filmfestspielen in Cannes oder Venedig sind Filme von Frauen die absolute Ausnahme. Das sieht für Braunschweig anders aus. Eine Gruppe engagierter Kinofreundinnen rund um die ehemalige Bürgermeisterin Cornelia Rohse-Paul hat kurzerhand einen eigenen „Frauenfilmpreis“ gestiftet. 60 Frauen sind dabei, jede hat ihren Anteil gezahlt. Und schon ist ein Preisgeld von 5000 Euro zusammen. Am heutigen Samstagabend wird die „Tilda“ im Staatstheater verliehen.

„Acht Filme und Dokumentationen haben wir uns im Vorfeld angeschaut, erzählt Dr. Wibke Westermeyer von der Arbeit der Jury. Fünf Profi-Frauen, unter anderem Dr. Heike Klippel, Professorin für Filmwissenschaft an der HBK, haben mit sich gerungen. „In langen Telefonkonferenzen“, erzählt Westermeyer von der Arbeit über viele Kilometer Distanz. Unabhängig voneinander wurden dann Beurteilungen geschrieben.

„In diesen Einschätzungen waren wir uns erstaunlich ähnlich“, freut sich Westermeyer. Das wichtigste Kriterium? „Ein Film sollte eine neue Perspektive eröffnen“, nennt die Jurorin einen Aspekt.
Die Wahl ist gefallen: Am heutigen Samstag wird die „Tilda“ erstmalig verliehen.

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