Freude über Punkt getrübt | Neue Braunschweiger
30. September 2020
Sport

Freude über Punkt getrübt

Eintracht spielt 0:0 gegen Kiel – Niko Kijewski erleidet Kreuzbandriss

Er wird der Eintracht lange fehlen: Niko Kijewski (rechts), hier im Zweikampf mit Kiels Fabian Reese, zog sich im Spiel gegen die Holsteiner einen Kreuzbandriss zu. Foto: Jan Hübner/imago

Braunschweig. Mit einem torlosen Remis gegen Holstein Kiel feierte Eintracht Braunschweig zur Zweitliga-Heimpremiere immerhin einen Teilerfolg.

Vor 3512 Zuschauern konnte die kämpferisch überzeugende Elf von Daniel Meyer den Störchen zwar phasenweise Paroli bieten, tat sich gegen die spielerisch reifer wirkenden Gäste aber über weite Strecken schwer. Zudem ereilte die Blau-Gelben nach der Partie eine Hiobsbotschaft: Der verletzt ausgeschiedene Niko Kijewski erlitt einen Kreuzbandriss und wird monatelang fehlen.
„Für uns war es schwierig. Ich habe es schon vor dem Spiel gesagt, dass ich Kiel in diesem Jahr als Spitzenmannschaft sehe“, erklärte der Eintracht-Trainer nach der Partie. Die Kieler traten von Beginn an entschlossen auf und verlangten den Löwen über weite Strecken das Maximum ab.

Gänzlich chancenlos präsentierten sich die Löwen jedoch nicht, so dass der 41-Jährige zu Recht die Möglichkeiten erwähnte, „bei einem idealen Spielverlauf selbst in Führung zu gehen“. Martin Kobylanski hatte diese im ersten Durchgang gleich zweimal auf dem Fuß (27./34.) während es durch Fabian Reese (22./Latte) und Alexander Mühling, der an Felix Dornebusch scheiterte (43.), auf der anderen Seite gefährlich wurde.

Im zweiten Durchgang läutete ein Fast-Eigentor von Johannes van den Bergh (51.) dann die stärkste Phase der Blau-Gelben ein, so dass die Eintracht-Fans neben einem schönen Distanzversuch von Jannis Nikolaou (67.) auch einen Freistoß-Lattentreffer von Kobylanski (69.) zu sehen bekamen.

In der Schlussphase schlug das Pendel jedoch wieder zugunsten der Gäste aus. Michael Schultz klärte vor Jae-Sung Lee (71.), der kurz darauf einige Etagen zu hoch zielte (74.). Nach einer Unsicherheit von Dornebusch (83.) hatten die Löwen anschließend Glück, dass Schultz den Ball von der Torlinie köpfen konnte. „Viele Situationen sind für Kiel nicht aus ihrem Kombinationsfluss entstanden, sondern durch einfache Fehler von uns, das wird normalerweise bestraft“, kommentierte Meyer.
Für den hart erkämpften Zähler bezahlten die Löwen allerdings einen hohen Preis: Nach einer Kollision verletzte sich Kijewski am Knie und erhielt nach der Partie die Schockdiagnose Kreuzbandriss: „Die Diagnose ist ganz bitter, vor allem für Niko selbst, aber auch für die ganze Mannschaft. Er ist ein wichtiger Bestandteil unseres Teams“, bedauert Peter Vollmann, Eintrachts Geschäftsführer Sport, den Ausfall des Linksverteidigers vor dem Derby gegen Hannover 96 am Samstag.

Eintracht: Dornebusch (4) – Kijewski (3), Wydra (3,5), Schultz (2,5), Kessel (3,5) – Ben Balla (4), Nikolaou (3,5) – Kobylanski (3) – Bär (3), Abdullahi (4,5), Kaufmann (3)
Eingewechselt: 81. Klaß (-) für Abdullahi; 82. Schwenk (-) für Kijewski; 90. Y.Otto (-) für Kobylanski; 90.+5 May (-) für Kaufmann

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