• Home
  • > >
  • „Für beide Teams geht es um viel“

„Für beide Teams geht es um viel“

Fußball: Eintracht reist zu Spitzenreiter VfL Osnabrück – Nkansah und Burmeister fehlen

Freuen sich auf das Spiel in Osnabrück: Niko Kijewski und Trainer André Schubert. Foto: imago

Braunschweig. Am Sonntag um 14 Uhr gastieren Eintrachts Drittliga-Fußballer beim VfL Osnabrück und wollen ihre Erfolgsserie auch gegen den Spitzenreiter fortsetzen.

Die Partie im Stadion an der Bremer Brücke bedeutet für Niko Kijewski eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Bei den Westniedersachsen hatte der ehemalige Juniorennationalspieler seine fußballerische Grundausbildung erhalten, bevor er 2014 in die U19 der Blau-Gelben gewechselt war. „Wir können selbstbewusst in die Partie gehen, weil wir in den vergangenen Spielen gute Ergebnisse erzielt haben und wie zuletzt gegen 1860 München auch fußballerisch gut waren, auch wenn es am Ende nur zu einem 1:1 gereicht hat“, rechnet sich der Linksverteidiger trotz der eindeutigen Tabellenkonstellation durchaus Chancen aus, Zählbares mitzunehmen.

Die Löwen kämpfen nach wie vor gegen den Abstieg, fordern in Osnabrück aber als drittbestes Rückrundenteam die zweitbeste Mannschaft heraus. „Wir stehen wegen der schlechten Hinrunde immer noch unten und brauchen jeden Punkt. Sieht man sich die Formkurve an, treffen zwei aktuell gute Mannschaften aufeinander“, erwartet der 23-Jährige ein Duell auf Augenhöhe, das seine Freunde und Familienmitglieder sehen werden.

„Unsere Fans werden ihren Block vollmachen, auch von Osnabrücker Seite wird einiges los sein. Da es für beide Teams um viel geht, ist natürlich auch Brisanz drin“, freut er sich auf das Duell der beiden Teams. Typischen Derbycharakter erwartet Kijewski aber nicht: „In Osnabrück sieht man in erster Linie die Spiele gegen Preußen Münster als Derby, auch wenn mit Lotte mittlerweile eine weitere Mannschaft hinzugekommen ist.“

Gegen die Sportfreunde musste der VfL vergangenen Montag antreten und hatte durch ein Tor in der Schlussphase mit 1:0 die Oberhand behalten. „Auch wenn Lotte es nicht schlecht gemacht hat, hat der VfL die Partie letztlich gewonnen. Vor allem die sehr gute Defensive ist die enorme Stärke des VfL“, so Kijewski.

Doch auch die Löwen, die gemeinsam mit den Lila-Weißen mit jeweils acht Gegentoren die beste Rückrundendefensive stellen, haben sich in dieser Hinsicht stabilisiert. Hieran hat der Ex-Juniorennationalspieler großen Anteil, der bislang alle 31 Spiel bestritten hat, Eintracht gegen Kaiserslautern sogar als Kapitän auf den Platz führen durfte. „Für mich persönlich war es eine sehr gute Saison, als Kapitän für Eintracht aufzulaufen war eine Ehre“, erklärt Kijewski, dessen Leistungskurve nach der Winterpause deutlich nach oben ging: „Natürlich hat es auch mir geholfen, dass im Winter erfahrene Spieler dazugekommen sind.“

In den Vorjahren hatte sich Kijewski schwergetan, am starken Konkurrenten Ken Reichel vorbeizukommen. Der hatte seinerseits ebenfalls ein paar Spielzeiten „Anlaufzeit benötigt“. „Ich hoffe, dass ich einen ähnlichen Weg gehen kann, auch wenn das natürlich noch sehr weit weg ist, weil Ken hier eine absolute Legende ist“, so der 23-Jährige, der gegen Osnabrück vermutlich zum 32. Mal in dieser Saison in der Startformation stehen wird.

Verzichten müssen die Löwen auf Steffen Nkansah (Rotsperre) und Felix Burmeister (Hüftprobleme).

So könnten sie spielen: Fejzic – Kijewski, Rütten (Menz), Becker, Kessel – Nehrig, Pfitzner, Fürstner – Janzer, Hofmann (Düker), Bär (Bulut).

^