Fürstner soll das Löwenrudel anführen | Neue Braunschweiger
3. Juli 2018
Sport

Fürstner soll das Löwenrudel anführen

Eintracht-Neuzugang heißester Anwärter auf Kapitänsamt – Erfahrung aus über 300 Profispielen

Eintracht-Trainer Henrik Pedersen im Gespräch mit Stephan Fürstner. Foto: Susanne Hübner

Von Elmar von Cramon, 3. Juli 2018
Braunschweig. Zum ersten Mal stand Stephan Fürstner in Gifhorn für seinen neuen Klub auf dem Platz und trug beim 1:1 gegen die U21 des Hamburger SV auch gleich die Kapitänsbinde.

„Das war ein toller Test gegen einen starken Gegner. Wir konnten die Sachen, die wir im Training geübt hatten, auch umsetzen“, lautet sein Fazit nach der Partie gegen die spielerisch starken Hanseaten. Lautstark trieb er seine Mitspieler an und gab die Anweisungen von Trainer Henrik Pedersen an seine Mitspieler weiter. „Auf dieser Position habe ich das Spiel vor mir und bin für die Ordnung zuständig. Außerdem ist es Teil unserer Spielweise, viel mit den Nebenleuten zu reden, um sie gut zu stellen“, so Fürstner, der bereits bei Union Berlin mit Pedersen zusammengearbeitet hatte: „Es hilft, dass ich seine Spielidee schon in mir habe. Diesen Vorteil probiere ich, auch der Mannschaft mitzuteilen, weil es in der Vorbereitung darauf ankommt, uns seine Spielphilosophie anzueignen.“

Zwar hat der Däne nach der Benennung des Mannschaftsrats noch keine endgültige Entscheidung getroffen, wer das junge Löwenrudel in der dritten Liga anführt. Vieles spricht aber dafür, dass es der mit über 300 Erst-, Zweit- und Drittliga-Spielen erfahrenste Akteur im Kader sein wird. „Dem würde ich mich stellen“, könnte sich auch Fürstner mit dieser Rolle anfreunden, fordert aber auch von den anderen erfahrenen Akteuren Verantwortungsbereitschaft: „Die sollte man als älterer Spieler nach so einem Umbruch auch ohne Kapitänsbinde mitbringen, um dem Ganzen eine Richtung zu geben.“

Auch abseits des grünen Rasens geht Fürstner mit gutem Beispiel voran; in seiner Zeit in Fürth gründete er 2012 die Stephan-Fürstner-Stiftung, um krebskranke Kinder zu unterstützen.

Vor seinem Wechsel zu den Franken, für die er 30 Bundesliga-Spiele absolvierte, stand er beim FC Bayern unter Vertrag. An der Seite von Spielern wie Thomas Müller oder Holger Badstuber sammelte er mit der U23 des Rekordmeisters bereits Erfahrung in der dritten Liga und weiß, was auf ihn und seine neuen Mitspieler zukommt: „Die Leistungsdichte ist sehr eng, man muss Kampf und Widerstand annehmen, bevor die spielerische Komponente zur Geltung kommt.“
Mit Spannung erwartet er das Duell gegen 1860 München im Stadion an der Grünwalder Straße, wo er damals auch mit dem FC Bayern zu Heimspielen antrat und fiebert der Rückkehr in seine neue „alte“ Spielklasse entgegen: „Ich freue mich darauf, mit den Jungs in die Saison zu starten, Spaß am Fußball zu haben und die Zuschauer mitzunehmen.“

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