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Gartensaison geht in die Verlängerung

Burkhard Bohne: Gemüseanbau im Winter

Der neue Ratgeber ist bei Gräfe und Unzer erschienen und kostet 19,99 Euro.

Gerade hatte ich Spaten und Gießkanne im Gärtnerschuppen verstaut, da kann ich beides eigentlich auch schon wieder hervorholen. Das Buch „Wintergemüse anbauen“ zeigt anschaulich, dass mit den ersten Frösten nicht automatisch der Winterschlaf beginnt, sondern sich die Gartensaison annähernd über das ganze Jahr verlängern lässt – ein paar Kniffe vorausgesetzt.

Burkhard Bohne, Leiter des TU-Arzneipflanzengartens, ist bekannt als Kräuterexperte und gibt in verschiedenen Projekten (Klostergarten Riddagshausen, Bebelhof und andere) sein Wissen an Laien weiter. Mit seinem neuen Buch schlägt er ein für die meisten Hobbygärtner neues Kapitel auf: eigenes Gemüse auch in der dunklen Jahreszeit anzubauen.
Die Aufgabe für Januar etwa lautet: „Aussaat Feldsalat unter Glas“, die Zeit bis dahin kann ich mir mit dem Bau von Frühbeeten vertreiben oder dem Hochbeet eine Haube aufsetzen. Den Mangel an Wärme sollen nämlich spezielle Anbaumethoden wettmachen: Folientunnel, Früh-, Mulch- und Mistbeete schlagen dem Frost ein Schnippchen.
Für den Winteranbau empfiehlt Burkhard Bohne robuste Sorten und Wildpflanzen. Helgoländer Wildkohl, Steckrüben, Winterportulak oder Scharbockskraut warten auf ihre (Wieder-)Entdeckung. Die klare Gliederung des Buches überzeugt auf jeder Seite, dazu kommen Fotos, Zeichnungen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen und übersichtliche Pflanzenporträts.
Wie heißt es doch so schön im Untertitel: „Gute Planung – reiche Ernte“. Mit diesem Ratgeber kann es gelingen.

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