„Geben jede Woche 100 Prozent“

Drittliga-Fußball: Eintracht empfängt am Sonntag den Tabellensechsten Preußen Münster

Jubel: Bei Philipp Hofmann, Marc Pfitzner, Mike Feigenspan und Marcel Bär. Foto: imago

Braunschweig. Im Heimspiel am Sonntag gegen Preußen Münster (Anstoß 14 Uhr) wollen Eintrachts Drittliga-Fußballer einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Wie am vergangenen Wochenende könnte jedoch Nervenstärke gefragt sein, da fast alle Konkurrenten bereits vorher antreten müssen. Hiervon hatte sich die Schubert-Elf jedoch nicht beeindrucken lassen und beim 3:0 in Uerdingen souverän nachgezogen.

„Den Deckel drauf gemacht“ hatte am Ostermontag Mike Feigenspan, der mit seinem Treffer zum 3:0 kurz nach seiner Einwechslung alle Restzweifel am Auswärtssieg beseitigte. „In den letzten Wochen hat uns etwas das Spielglück gefehlt, umso schöner, dass wir uns mit dem 3:0 endlich wieder belohnen konnten“, freut sich der 23-Jährige, der schon in der Vorsaison beim 1:1 von Borussia Mönchengladbachs U23 in Krefeld zum Ausgleich getroffen hatte.

Neben Feigenspans Freude über sein drittes Jokertor in Blau-Gelb stand auch die Gewissheit, Nervenstärke bewiesen zu haben; die Löwen waren vor der Partie bis auf Platz 18 zurückgefallen, weil mehrere Konkurrenten am Osterwochenende gepunktet hatten. „Ich glaube, dass wir seit dem ersten Restserienspiel gezeigt haben, dass wir da sind, jede Woche 100 Prozent geben und unsere Punkte holen“, wertet der Angreifer den Sieg ebenso wie die Gesamtbilanz des aktuellen Kalenderjahres als deutliches Signal an die Konkurrenten: „Der Druck ist von Anfang an dagewesen, dass wir durch unsere Aufholjagd mittendrin schwimmen macht es vielleicht ein Stück weit leichter. Weiterhin wollen wir jedes Spiel gewinnen und den Klassenerhalt so schnell wie möglich in trockene Tücher bringen.“

Trotz des Ausfalls von Führungsspieler Bernd Nehrig (Achillessehnenteilriss) haben die Löwen allen Grund, selbstbewusst in die Partie zu gehen. Trotzdem warnt „Feige“ vor den Tücken der bevorstehenden Aufgabe: „Es geht für Münster zwar nicht mehr um Auf- oder Abstieg, andererseits können sie dadurch frei aufspielen. Gelingt es uns, das abzurufen, was wir in den vergangenen Wochen gezeigt haben, brauchen wir uns aber auch nicht zu verstecken.“

Für die angesprochenen guten Leistungen hatten sich die Löwen in den Heimspielen beim 1:1 gegen 1860 München und Großaspach jedoch nicht belohnt, sondern mussten nach Abpfiff froh sein, wenigstens noch einen Punkt gerettet zu haben. Geht es nach dem gebürtigen Kasseler, soll sich das gegen die Westfalen wieder ändern: „Die Ergebnisse haben unsere Leistungen nicht widergespiegelt. Am Wochenende versuchen wir, es wieder besser zu machen.“

Hierbei würde der 23-Jährige gern auch von Anfang an mithelfen, obwohl er bislang nur dann erfolgreich war, wenn er eingewechselt wurde. Vor seinem Treffer gegen Uerdingen hatte er bereits beim 2:0 gegen Rostock und 3:1 in Köln den letzten Treffer erzielt: „Klar würde ich gern von Beginn an spielen, läuft es wie zuletzt, bin ich mit der Jokerrolle aber nicht unzufrieden.“ Nach seinem Wechsel zu Eintracht im Januar hat sich der Rechtsfuß in jedem Fall gut akklimatisiert und hofft, sein erstes Halbjahr als Löwe mit dem Klassenerhalt abschließen zu können: „Dadurch, dass im Winter viele neue Spieler kamen, war es für mich natürlich einfacher. Wir haben ein unfassbar gutes Teamgefüge, in dem jeder für den anderen kämpft, das kommt uns im Abstiegskampf zugute.“

So könnten sie spielen: Fejzic – Kijewski, Nkansah, Becker – Putaro, Kessel – Pfitzner, Fürstner – Janzer, Hofmann, Bär.

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