25. Februar 2014
Kulturelles

Gedankenspiele zum Thema Heimat

Im Kunstverein werden bis zum 2. März Arbeiten von Schülern gezeigt.

14 Schüler des Martino-Katharineums stellen bis zum 2. März (täglich 12 bis 18 Uhr) Arbeiten zum Thema „Heimat“ in der Remise des Kunstvereins am Lessingplatz aus. Foto: André Pause

Von André Pause, 25. Februar 2014.

Braunschweig. Arbeiten von insgesamt 14 Schülern des Martino-Katharineum- Gymnasiums sind bis zum 2. März in der Remise des Kunstvereins am Lessingplatz zu sehen. Das übergeordnete Thema heißt „Heimat“.

„Mir geht es ganz stark um den künstlerischen Prozess, um die Möglichkeiten der Darstellung. Hier möchten wir weit über den traditionellen Kunstunterricht hinausgehen“, sagt Lehrerin Hanna Märgner-Beu, die mit den beteiligten Schülern über zwei Jahre projektbezogen gearbeitet hat. Vonseiten des Kunstvereins wurde das Projekt von Marlene Bart, Lena Nölkenbockhoff und Jan Steinke betreut; meist als Vertiefung und Fortführung im Klassenzimmer, oft aber auch im dialogischen Austausch bei Ausstellungen des Kunstvereins. Seit vier Jahren besteht diese intensive Form der Zusammenarbeit. Ihr sei wichtig, dass die Schüler etwas zum Thema zeitgenössische Kunst lernen, meint Märgner-Beu. „Immer auch mit der Fragestellung: Was ist dir wichtig, und was kommt für dich rüber?“ Das hat anscheinend gefruchtet. „Als die ersten Ergebnisse im Plenum präsentiert wurden, ist sofort eine Diskussion entstanden“, berichtet Steinke, der wie seine Mitstreiterinnen Kunstwissenschaft studiert. Umgesetzt haben die Schüler die thematische Vorgabe letztlich bemerkenswert individuell. Bei Alida Bohnens „Heimatlos“ (Acryl auf Leinwand) kippen die Kindheitserinnerungen vom Vertrauten ins Unheimliche. Plötzlich ist das Mädchen auf dem Bild umgeben von unterschwelliger Bedrohung, wirkt der Szenerie entwachsen, heimatlos eben. Nicola Meler stellt ihren Lebensweg mit Hilfe einer Treppe dar, auf der Lampen bestimmte Lebensabschnitte symbolisieren. Dies sind nur zwei Beispiele – sehenswert sind alle ausgestellten Arbeiten.

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