8. März 2014
Sportliches

Gerechtes Remis im Kellerduell

1. Fußball-Bundesliga: Eintracht Braunschweig erkämpft sich ein 2:2 beim VfB Stuttgart.

Jubel über das Führungstor: Jan Hochscheidt (M) erzielte das 1:0 für Eintracht. Foto: Getty Images

Von Elmar von Cramon, 09.03.2014.

Braunschweig. Das spannungsgeladene Kellerduell in der 1. Fußball-Bundesliga zwischen dem VfB Stuttgart und Eintracht Braunschweig endete gestern mit einem gerechten 2:2.

Durch die Punkteteilung verpassten die Schwaben den ersehnten Befreiungsschlag im Abstiegskampf und konnten den Abstand zu den Blau-Gelben nicht vergrößern. Für die Löwen besteht nicht zuletzt wegen der Punkteteilung zwischen dem HSV und Eintracht Frankfurt weiterhin „Schlagdistanz“ zum rettenden Ufer.
Vor imposanter Kulisse (ausverkauftes Haus) kam Eintracht besser ins Spiel, der VfB gab aber durch Artur Boka den ersten Torschuss ab (5.). Nach einer Viertelstunde wurde es dann gefährlich für VfB-Keeper Bernd Leno, der Glück hatte, dass Ermin Bicakcic den Ball per Kopf nicht richtig traf. Kurz darauf ging Eintracht dennoch in Führung: Eine Flanke von Karim Bellarabi fälschte VfB-Akteur Antonio Rüdiger vor die Füße von Jan Hochscheidt ab, der den Ball von der Strafraummitte in den Winkel zirkelte.
Allerdings währte die Freude nicht lange, weil die Eintracht-Defensive den VfB unnötigerweise gewähren ließ. Boka konnte ungehindert flanken, Martin Harnik verlängerte per Kopf in den Fünfmeterraum, wo Alexandru Maxim zum Ausgleich traf. Und es kam noch schlimmer: Harnik setzte sich an der Strafraumgrenze ungehindert gegen Bellarabi und Benjamin Kessel durch und schob den Ball flach zur Stuttgarter Führung ins Netz.
Kurz nach Wiederanpfiff der nächste Schock für die Löwen: Daniel Davari riss Harnik an der Torauslinie um, und Schiedsrichter Christian Dingert entschied ohne Zögern auf Strafstoß. Christian Gentner lief an, doch der Eintracht-Schlussmann ahnte die Ecke und parierte glänzend (52.). Die Szene gab den Blau-Gelben Auftrieb, kurz darauf segelte einer von zahlreichen gefährlichen Hochscheidt-Standards in den Strafraum, doch Bicakcic hatte per Kopf abermals kein Glück.
Die Stuttgarter agierten nun druckvoll und drängten die Blau-Gelben tief in ihre Hälfte. In der Folge hatte Eintracht Glück, dass Marc Pfitzner einen Kopfball von Cacau im Strafraumgewühl von der Linie kratzen konnte (65.).
Torsten Lieberknecht versuchte mit den Einwechslungen von Orhan Ademi und Timo Perthel für frischen Wind in der Offensive zu sorgen, was schließlich auch gelang: Ein Perthel-Freistoß strich nur haarscharf am rechten Pfosten vorbei (76.). Die nächste Möglichkeit vereitelte Ulreich, der einen Kessel-Kopfball nach schönem Freistoß von Hochscheidt über die Latte lenken konnte (80.). Der Kampfgeist der Löwen zahlte sich jedoch aus: Domi Kumbela verlängerte eine Ecke von Hochscheidt an den langen Pfosten, wo Bicakcic den Ball über die Linie drückte. In den Schlussminuten scheuten sich beide Teams ein noch größeres Risiko einzugehen, sodass die Partie mit einer verdienten Punkteteilung zu Ende ging.

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