Gevatter Zufall ist ein „Löwe“ | Neue Braunschweiger
15. Oktober 2013
Sportliches

Gevatter Zufall ist ein „Löwe“

Football: Am Sonntag (10.30 Uhr ) steigt die große Meisterfeier im Eintracht-Stadion.

Nelson Mokwena genießt den Moment im Dauerregen. Foto: Reißner

Von Daniel Beutler, 16.10.2013.

Braunschweig. Genau genommen zählt das Team der New Yorker Lions 61 Meisterschafts-Helden, aber zwei aus dem großen Kader haben sich am Sonnabend beim Sieg gegen die Dresden Monarchs ins Rampenlicht katapultiert.

Christian Petersen und sein Kopf sowie Nelson Mokwena mit seinen Händen. Der eine, Petersen, hatte 49 Sekunden vor Spielende Trevar Deed, dem Ausnahmeathleten der Monarchs den Ball aus den Armen geköpft, Mokwena derweil stand goldrichtig und fing das Leder-Ei. „Ich habe in diesem Moment ehrlich gesagt gar nicht viel gedacht. Ich habe nur die riesige Lücke gesehen, durch die Deed geschossen kam, und wollte ihn irgendwie stoppen. Dass mein Kopf genau den Ball getroffen hat, war reiner Zufall“, erinnert sich Petersen an die spielentscheidende Szene. Zusammen mit dem Monarchs-Ballträger ging der Lions-Veteran zu Boden, und nachdem er sich aufgerappelt hatte, sah er „einen extrem angepissten Gesichtsausdruck von Deed und ihn ohne Ball“, schmunzelt Petersen. Als er dann hochsah, bewegte sich die ganze Szenerie von ihm weg.
Und in der Mitte des Getümmels lief Nelson Mokwena mit dem Ball in seinen Händen. „Ich hab einfach die Hände aufgehalten und bin losgelaufen“, räumt Mokwena ein, dass auch er instinktiv handelte und unnötigerweise noch den Ball vortragen wollte. „Als ich dann nach dem Play in Richtung unserer Teamzone unterwegs war, habe ich erst realisiert, was da gerade passiert“, erinnert sich Mokwena.
Der Rest ist Geschichte, die Lions wurden Meister und feierten wie wild die achte Meisterschaft. „Ich bin aber recht früh nach Hause – so gegen fünf“, berichtet Mokwena. Nur, wo der Pokal, der beliebte Feier-Begleiter, geblieben sei, wisse er nicht. Doch da kann ihm Petersen helfen. „Den hab ich mir geschnappt, der steht, bis zur Meisterfeier am Sonntag im Eintracht-Stadion, bei mir zu Hause“, erzählt er.

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