Grünes Licht für die 3. Liga | Neue Braunschweiger
27. Mai 2020
Sport

Grünes Licht für die 3. Liga

Eintracht mit Heimspiel am Samstag gegen Viktoria Köln – Profis im Quarantäne-Trainingslager

Szene aus dem Hinspiel mit Nick Proschwitz.

Braunschweig. Die dritte Liga wird fortgesetzt! Nach Wochen der Unsicherheit stimmte am Montag eine Mehrheit von fast 95 Prozent der Delegierten auf einem außerordentlichen Bundestag des DFB für eine Fortsetzung der dritthöchsten Spielklasse. „Meine Mannschaft und ich freuen uns darauf, dass es wieder losgeht und wir unserem Beruf wieder nachgehen können“, erklärt Eintracht-Coach Marco Antwerpen, der mit seinem Team am kommenden Samstag um 14 Uhr Viktoria Köln (Foto vom Hinspiel) zum ersten von noch elf ausstehenden Saisonspielen empfängt. Am vergangenen Sonntag war die Mannschaft zum obligatorischen Quarantäne-Trainingslager in Richtung Barsinghausen aufgebrochen.  

Alle 29 Akteure sind vor dem Duell mit den Rheinländern fit, Manuel Schwenk hatte zuletzt wegen einer Zehenverletzung kürzer treten müssen.

„Wir versuchen das Ganze eher als sportliches Trainingslager zu nutzen und sind dementsprechend in einer Sportschule mit einem Trainingsplatz vor der Tür“, so Antwerpen, der einerseits das „Quarantänegefühl“ seiner Spieler zu reduzieren sucht, aber auch gute Rahmenbedingungen zur Spielvorbereitung und Umsetzung des Sicherheits- und Hygienekonzepts benötigt und deshalb auf den Aufenthalt in einem Stadthotel verzichtet hat: „Ich glaube, dass es uns dort noch mehr wie Quarantäne vorkommen würde, zudem stellt diese Art von Trainingslager auch besondere Ansprüche an das jeweilige Hotel.“ Sein Kölner Trainerkollege Pavel Dotchev hatte die eng getaktete Saisonfortsetzung mit elf Spielen in fünf Wochen als „absolutes Roulette“ bezeichnet, auch Antwerpen erwartet eine große Herausforderung: „Grundsätzlich muss man sagen, dass wir eine derartige Situation so noch nicht hatten. Die Mannschaften befinden sich aktuell in verschiedenen Trainingszuständen. Dementsprechend hat es diesen Wettbewerb in seiner jetzigen Form noch nicht gegeben. Mit einigen englischen Wochen am Stück wird es eine hohe Belastung geben“, so der 48-Jährige, der mit seine Team seit eineinhalb Wochen wieder im Mannschaftstraining steht und die Zeit bis zum ersten Spiel bestmöglich zu nutzen versucht hat: „Wir haben in den Kleingruppen schon versucht, im taktischen Bereich zu arbeiten, was manchmal etwas ungewohnt aussah, weil kein Gegenspieler dabei war. Im Mannschaftstraining haben wir dann Einheiten im Elf gegen Elf absolviert,was schon sehr gut ausgesehen hat.“ Bedauerlich findet der 48-Jährige allerdings, dass der Drittliga-Restart vor leeren Rängen erfolgen muss: „Zuschauer gehören zum Fußball dazu. Wir sind uns allen bewusst, dass das aktuell nicht möglich ist, und deswegen müssen wir die Saison ohne unsere Fans zu Ende bringen. Wenn wir beispielsweise die vergangenen Heimspiele gegen Kaiserslautern und Uerdingen betrachten, dann hat es uns richtig Spaß gemacht, vor heimischen Publikum zu spielen.“

Im Anschluss an die Partie gegen die Kölner reisen die Löwen bereits am Mittwoch nach Halle, um ab 19 Uhr das erste Auswärtsspiel nach dem Restart zu absolvieren, bevor die englische Woche am ersten Juni-Wochenende mit dem Spiel gegen die U23-Mannschaft des FC Bayern ihr Ende findet.

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