Grünflächen belassen | Neue Braunschweiger
14. Oktober 2020
Politik

Grünflächen belassen

Pläne zum Hagenmarkt stoßen nicht bei allen auf Gegenliebe

Der neue Hagenmarkt wie er von den Stadtplanern favorisiert wird: Eine weite geräumige Fläche mit einer wassergebundenen Decke. Visualisierung : Ackers & Partner

Innenstadt. „Öder Platz“, „Betonfläche“ – nachdem auf dem jüngsten Bürgerforum die Vorzugsvariante für den Hagenmarkt vorgestellt wurde (die NB berichtete), melden sich die Kritiker zu Wort. Tenor: Warum wird in Zeiten des Klimawandels eine weitere Fläche versiegelt?

„Es erstaunt mich, dass bei der Umgestaltung des Platzes ein Stadtplaner und kein Landschaftsarchitekt beauftragt war“, wunderte sich NB-Leserin Johanna Sievers. Zu denen, die lieber die Rasenflächen belassen würden, zählt auch Bernd Schroers, Inhaber einer Werbeagentur in der Casparistraße.

Rasen, so seine Überzeugung, trage mit dazu bei, dass an der stark frequentierten Kreuzung der Lärm gemindert werde. „Außerdem bildet sich bei trockenen Sommern und Wind kein Staub – so wie es bei einer sandigen Decke der Fall wäre.“ Ein weiteres Argument in seinen Augen: Das Regenwasser sickere besser ab. „Ein Manko der wassergebundenen Decke wie sie der Hagenmarkt erhalten soll und wie sie auf dem Magni-Kirchplatz schon zu finden ist, sind die Pfützen, die bei Regenwetter entstehen“, so Schroers gegenüber der NB.

Durch eine Grünfläche – wie auf der Kirchenseite – entstünde optisch zudem ein großer gesamter Platz – eine Einheit die ursprünglich auch so gewollt war. „Wir haben über zehn Plätze und Märkte in der Innenstadt die bereits versiegelt sind und mindestens weitere drei mit einer Deckschicht – ist das nicht schon genug?“, fragt Schroers.

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