Grundmann will für Präsenz sorgen | Neue Braunschweiger
28. Juli 2015
Sportliches

Grundmann will für Präsenz sorgen

Basketball-Bundesliga: Die Löwen haben ihre Geschäftsstelle im Hasenwinkel personell verstärkt.

Geschäftsführer Stefan Schwope (r.) und seine drei Neu-Löwen: (v.l.) Nicolas Grundmann, Uwe Miersch (Ticketing/Spieltagsorganisation) und Inga Schrader (Marketing-Assistenz/Sponsoring). Foto: oh

Von Christoph Matthies, 28.07.2015.

Braunschweig. Gleich drei neue Mitarbeiter haben die Löwen zu Wochenbeginn vorgestellt. Bekanntester „Neuzugang“ der Geschäftsstelle des Basketball-Bundesligisten ist Nicolas Grundmann. Der ehemalige Jugend-Nationalspieler und langjährige Geschäftsführer der 2. Liga will die Außenwirkung des Vereins maßgeblich verbessern – und so auch für mehr Zuschauer sorgen.

Als Assistent von Geschäftsführer Stefan Schwope ist Grundmann einerseits für die Kooperation mit ProB-Partner Wolfenbüttel zuständig. Sein zweites Aufgabenfeld ist das Marketing der Löwen, ein Bereich, der zuletzt „etwas stiefmütterlich behandelt wurde“, so Grundmann. Der 38-Jährige will dafür sorgen, dass die Löwen wieder wesentlich präsenter werden. Im Stadtbild, aber beispielsweise auch im Netz: „In Sachen Social Media wollen wir wesentlich aktiver werden.“ Bei einem relativ kleinen Marketing-Budget lege er ein besonderes Augenmerk auf die Effizienz der Maßnahmen. Ein kürzlich abgehaltener Ideen-Workshop mit Fans, Fachleuten und Sponsoren, dessen Ergebnisse derzeit kategorisiert und bewertet würden, zeugt von der Priorität, die einer verbesserten Außendarstellung von den Löwen eingeräumt wird.

Trotz eines guten neunten Ranges und attraktiver Basketballspiele haben die Löwen in der vergangenen Saison im Vergleich zum Vorjahr mehr als 13 Prozent ihrer Zuschauer eingebüßt (Schnitt: 2998). Mit mehr Präsenz und Identifikation will Grundmann diesen Trend stoppen: „Es müssen mehr Leute mitbekommen, dass es uns überhaupt gibt“, sagt er. Außerdem wolle er die Spieler besser positionieren und inszenieren – und das ganz im Sinne der Fans: „Im Vergleich zum Fußball ist Basketball noch eher ein Sport zum Anfassen. Es ist leichter, mit den Spielern in Kontakt zu kommen.“

Natürlich hänge auch viel davon ab, wie das Team von Cheftrainer Raoul Korner auf dem Parkett abschneidet. „Im besten Fall wollen wir sportlich erfolgreich sein und diesen Schwung mitnehmen, um dafür zu sorgen, dass die Löwen positiver wahrgenommen werden, als das zuletzt der Fall war.“ Vielleicht klappt es dann ja auch mit der Akquise des ersehnten Hauptsponsors. Dafür aber ist der Assistent von Stefan Schwope nicht verantwortlich: „Das macht der Chef persönlich.“

Auch interessant