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Günstiges Schülerticket: Großer Streit um den Preis

Die Verwaltung schlägt 30 Euro vor, der Schulausschuss stimmte für 15 Euro – Rat entscheidet am 25. Juni

Für Schüler wird es ab September 2019 ermäßigte Tickets geben. Archiv-Foto: Peter Sierigk

Braunschweig. Die gute Nachricht: Mit dem Schuljahr 2019/2020 wird es ein vergünstigtes Schülerticket geben. Die schlechte: Im Moment wird noch heftig darüber gestritten, wie viel es kosten darf. Entscheiden soll der Rat in seiner nächsten Sitzung am 25. Juni.

Seit acht Jahren fordert der Schülerrat kostenfreie Tickets. Bislang gab es die nur für die Sekundarstufe I und auch nur, wenn der Schulweg mehr als zwei Kilometer beträgt. Der Rat machte schließlich im September den Weg frei: Mit Beginn des kommenden Schuljahres wird es für alle Schüler – also auch für die rund 9000 Oberstufen- und die Berufsschüler – ein Ticket geben, das deutlich unter dem bisherigen Abo von 50 Euro liegt.

Der Streitpunkt ist jetzt: Wie viel soll es denn nun konkret kosten? In einer Mitteilung empfahl die Verwaltung kürzlich 30 Euro. Der Preis orientiere sich „am aktuellen Diskussionsstand im Regionalverband sowie im Land Niedersachsen“, so die Begründung. Dort wird ein regionales Ticket zum Schuljahr 2020/21 mit einem Preis für ungefähr 30 Euro veranschlagt. Für die Schüler gäbe es damit keine Preiserhöhung, sieht die Stadt Vorteile.

Auch haushaltstechnisch fährt die Verwaltung mit diesem Preis besser, denn sie zahlt den Differenzbetrag zwischen dem regulären und dem ermäßigten Ticket – geschätzt 1,5 Millionen Euro im Jahr. Der Schulausschuss läuft gegen den Vorschlag Sturm. Eine knappe Mehrheit hatte sich vergangene Woche für einen Preis von 15 Euro entschieden. „Wir hoffen, dass die Äußerungen von SPD und CDU zur Vorlage der Verwaltung noch nicht deren abschließende Meinung darstellte“, sagt Kai Fricke vom Jugendring. Im Empfinden vieler junger Menschen käme es einem Wortbruch gleich, hätte die SPD doch 2018 selbst einen Preis von maximal 20 Euro mitbeantragt.

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