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„Gut und fair um Lösungen ringen“

Im Interview mit der NB spricht Sebastian Ebel über Erwartungen von Mannschaft und Fans

Eintracht-Präsident Sebastian Ebel. Foto: Susanne Hübner

Braunschweig. Eintracht Braunschweig hat keinen Nachfolger für Sebastian Ebel gefunden. Deshalb kandidiert der 56-Jährige bei der Jahreshauptversammlung des BTSV am Mittwoch, 27. November, noch einmal für das Präsidentenamt. Im Exklusiv-Interview mit der NB spricht er über die Trennung von Christian Flüthmann, die bevorstehende Versammlung und den bisherigen Saisonverlauf in der dritten Liga.

Herr Ebel, was hat den Ausschlag zur Trennung von Christian Flüthmann gegeben?
Unser Trend war leider klar negativ, mit Marco Antwerpen wollen wir ihn wieder umkehren.
Mit welchen Gefühlen blicken Sie der Jahreshauptversammlung entgegen und was erwarten Sie von der Veranstaltung?
Jede Jahreshauptversammlung hat ihre Herausforderungen. Ich wünsche mir, dass wir gut und fair um die besten Lösungen ringen. Außerdem hoffe ich natürlich, dass wir mit klarer Mehrheit ein neues Präsidium wählen. Hier freue ich mich auf die Zusammenarbeit im neuen Team.

Waren Sie überrascht, als die Findungskommission Sie bat, auf der Jahreshauptversammlung erneut für das Amt des Eintracht-Präsidenten zu kandidieren?
Ja, sehr. Ich hatte den Weg für einen Neuanfang frei machen wollen, bedanke mich nun aber für das Vertrauen, das mir von ganz vielen entgegengebracht wird.

Was hat Sie dazu bewogen, erneut Verantwortung zu übernehmen?
Mir liegt unsere Eintracht sehr am Herzen. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, den Abstieg in die dritte Liga zu korri- gieren. Auch für den Verein insgesamt liegen große Aufgaben vor uns.

Wie hat sich die wirtschaftliche Situation im abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/19 entwickelt?
Glücklicherweise hatten wir zum Ende der Saison 2017/18 ein gutes Eigenkapitalpolster. Der Verlust von gut vier Millionen Euro ist nun zwar nicht so hoch ausgefallen wie zuerst erwartet, jedoch nur einmalig tragbar. Aufgrund unserer intensiven Sparmaßnahmen werden wir den Verlust in der aktuellen Situation deutlich reduzieren können. Dabei haben wir einen Etat für den Kader unserer ersten Mannschaft, der sicherlich keinen Vergleich mit dem der anderen Mannschaften zu scheuen braucht. Auch unser Nachwuchsleistungszentrum bekommt im Rahmen unserer Möglichkeiten seine Unterstützung.

Aktuell beträgt der Rückstand zu den Aufstiegsrängen nur drei Punkte, allerdings wurde auch vor zu hohen Erwartungen gewarnt. Ist der sehr gute Saisonstart Fluch und Segen zugleich?
Nein, er ist ein gutes Fundament dafür, oben dran zu bleiben. Wir sollten dabei unsere Chancen nutzen und um jeden Punkt verbissen kämpfen.

Wie beurteilen Sie den bisherigen Saisonverlauf?
Auf der einen Seite bin ich mit der Punkteausbeute insgesamt zufrieden, allerdings nicht mit den Ergebnissen der vergangenen Spiele. Ziel ist es, möglichst zahlreiche Punkte vor der Winterpause einzusammeln, um uns für die Rückrunde alle Möglichkeiten offen zu halten.

Was erwarten Sie bis Weihnachten von Mannschaft und Fans?
Ich habe großes Vertrauen in die Stärke unserer Mannschaft. Sie kann und sollte oben mitspielen. Daher waren die Ergebnisse der letzten Spiele schon sehr enttäuschend. Die Fans unterstützen uns sehr stark, wenn wir gemeinsam einträchtig unseren Weg gehen, werden wir wieder Erfolg haben.

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